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Freitag, 10.02.2012
Ab 14. Dezember neuer "Abendstern" über Deutschland
Internationale Raumstation mit bloßem Auge zu erkennen

Köln-Porz - Durch die Montage der beiden neuen Sonnensegel, die einen Jumbo an Spannweite übertreffen, wird die Internationale Raumstation (ISS) zu einem "neuen Stern". Nach Mond und Venus wird sie das dritthellste Objekt am Abendhimmel sein. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln- Porz erklärte, wird die ISS erstmals am 14. Dezember im Süden Deutschlands in der Abenddämmerung mit bloßem Auge zu sehen sein. Dabei muss natürlich auch das Wetter mitspielen und einen wolkenfreien Blick auf den Abendhimmel ermöglichen.

Als Beobachtungszeiten für die erstmalige Sichtbarkeit der ISS in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands gab das DLR folgende Zeiten an: Am 14. Dezember ist die ISS in den Regionen München, Stuttgart (17.56 Uhr bis 18.02 Uhr) sowie Köln, Frankfurt (17.57 Uhr bis 18.01 Uhr) zu sehen. Zwei Tage später, am 16. Dezember, ist die ISS dann auch im Norden und Osten Deutschlands erstmals zu beobachten: Hamburg, Berlin und Dresden (17.27 Uhr bis 17.32 Uhr). In allen Fällen taucht die ISS im Südwesten auf und verlässt das Blickfeld des Beobachters in Richtung Osten.

Die Internationale Raumstation kann - ebenso wie andere künstliche Himmelskörper - nur dann am Himmel gesichtet werden, wenn der Beobachter sich im Dunkeln befindet, der künstliche Himmelskörper dagegen im Sonnenlicht steht und dieses reflektiert. Somit ist die Sichtbarkeit nur im Morgengrauen oder in der Abenddämmerung gegeben, einen wolkenfreien Himmel vorausgesetzt. Nachts oder tagsüber ist dagegen keine Beobachtung der ISS mit dem bloßen Auge möglich. Aufgrund der Umlaufbahn und der speziellen Bahnneigung gegenüber dem Äquator ist sie in den nächsten Wochen in Deutschland fast ausschließlich abends sichtbar.

Für die Beobachtung der künstlichen Himmelskörper hat das DLR eine Internetseite (http://www.heavens-above.com) eingerichtet, auf der für jeden Punkt der Erde die Überflug- und Sichtbarkeitsdaten unterschiedlicher Objekte wie ISS oder MIR-Raumstation für die jeweils nächsten zehn Tage abgefragt werden können. Zu beachten ist dabei, dass ein künstlicher Himmelskörper den Horizont mindestens in einer Höhe von etwa 20 Grad überfliegen muss, um für den Beobachter auch wahrnehmbar zu sein Die Internationale Raumstation umkreist die Erde mit rund 28.000 Stundenkilometern in einer Höhe von ungefähr 380 Kilometern. Für eine Erdumrundung benötigt sie 90 Minuten. Sie umrundet somit die Erde 16-mal am Tag.

(Quelle: DLR, 11.12.00)

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