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Ein „Stern“ auf dem Weg zur ISS

Service-Modul Swesda startet ins All

Am 12. Juli wird das Jahrhundertprojekt ISS um ein weiteres Bauteil reicher sein – jedenfalls wenn alles so läuft wie geplant. Die Swesda, benannt nach dem russischen Wort für „Stern“, soll die beiden bereits im Orbit kreisenden Module Sarja und Unity ergänzen. Gemeinsam hat die „Zweier-Kombi“ aus dem in Russland gebauten Kontrollmodul und dem amerikanischen Verbindungselement seit ihrer Zusammenkopplung im Dezember 1998 die Erde bereits mehr als 9300 Mal umrundet. Nun erhalten sie Gesellschaft – wegen finanzieller Schwierigkeiten der russischen Raumfahrtbehörden allerdings mit gut einjähriger Verspätung.

Lasershow auf Nanometer-Skalen © Walter Pfeiffer / Bielefeld

Das Service-Modul Swesda ist der erste rein russische Beitrag zur Internationalen Raumstation. Sarja, das erste ISS-Modul im All, wurde zwar in Russland fertig gestellt und ist auch dort gestartet, beruht aber auf amerikanischen Plänen und ist eine Auftragsarbeit für die Raumfahrtbehörde NASA. Die Swesda basiert dagegen auf dem Vorbild des Kernmoduls der russischen Raumstation Mir. Wie dieses wird auch sie – zumindest in der Aufbauphase der ISS – das Herzstück der Station sein.

Damit der Zuwachs der ISS reibungslos klappt, hat die Besatzung der Raumfähre Atlantis im Mai 2000 bereits letzte Vorbereitungen getroffen: Sie führten kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am bisherigen Kontrollmodul Sarja durch, füllten die Vorräte der Station auf und montierten die letzten Teile des Strela-Krans an der Andockschleuse.

Auch die dreistufige Protonrakete, die die Swesda in den Orbit befördern soll, steht bereits parat. Sie gehört zu einem Typ, der bisher bereits mehr als 200 Mal als Trägerrakete eingesetzt worden ist. Sie wurde 1965 für militärische Nutzlasten und für russische Raumstation entwickelt und hat auch das erste Modul der ISS, die Sarja, im November 1998 ins All transportiert. Mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent ist die Proton heute eines der zuverlässigsten Trägersysteme überhaupt.

Zusammen mit dem Swesda-Modul wird die Protonrakete beim Start eine Länge von knapp 55 Metern und einen Durchmesser von sieben Metern haben. Vollgetankt müssen die drei Brennstufen der Rakete mehr als 700.000 Kilogramm von der Erdoberfläche ins All bewegen. Für den nötigen Schub sorgt eine Mischung aus Dimethyl-Hydrazin als Treibstoff und Stickstoff-Tetroxid als Oxidationsmittel. Gemeinsam beschleunigen sie Rakete und Nutzlast bis auf eine Geschwindigkeit von 16.000 Kilometern pro Stunde. Für die rund 180 Höhenkilometer bis zur Abtrennung der dritten Brennstufe braucht die Protonrakete damit gerade einmal neun Minuten…

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Stand: 27.03.2001

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Internationale Raumstation - die Anfänge
Baustelle in der Umlaufbahn

Eine Raumstation nach dem Baukastenprinzip
Die Module der ISS im Einzelnen

Wohnen im Weltraumluftballon?
Das erste aufblasbare Wohnmodul für die ISS

Forschung in der Schwerelosigkeit
Die wissenschaftlichen Ziele der ISS

Pro und Kontra
Die ISS in der Diskussion

Labormodul Destiny
Ein "wissenschftlicher Meilenstein" für die ISS

Destiny - mehr als nur ein Labor...
Aufbau und Aufgaben des neuen Moduls

Drei Außeneinsätze und ein neues Modul
Der Ablauf der Shuttle-Mission

Ab 14. Dezember neuer "Abendstern" über Deutschland
Internationale Raumstation mit bloßem Auge zu erkennen

ISS: Shuttle Endeavor bringt ersten Besuch
Start am 30. November zur Montage von Sonnensegeln

Verständigung auf "Runglisch"...
Die erste Crew an Bord der Station

Bautrupp vor Ort...
Die Aufgaben der ersten Besatzung

Drei Mann in einem Boot...
Die Mitglieder der Besatzung

Die erste Crew startet in den Orbit
Beginn einer neuen Ära für die ISS

Ein geschichtsträchtiger Ort...
Der russische Weltraumbahnhof Baikonur

Countdown läuft....
Die Ereignisse vor dem Start

Auf dem Weg zum Rendesvous im All...
Die ersten Stunden nach dem Start

Crew beginnt ersten Arbeitstag
Umzug in die ISS reibungslos gelungen

Ein "Stern" auf dem Weg zur ISS
Service-Modul Swesda startet ins All

Rendezvous in 355 Kilometern Höhe
Das Andockmanöver

Herzstück der Station
Das Service-Modul und sein Innenleben

Swesda bringt auch ersten Beitrag Europas ins All
Das "Gehirn' der Internationalen Raumstation kommt aus Deutschland

Der Weg in den Orbit
Eine kurze Chronik der Raumstationen

Wie groß, wie schwer, wie lange?
Eine Raumstation in Zahlen

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