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Als die Vorfahren der Saurier starben...

Trias

vor rund 200 Millionen Jahren

Ausmaß: 52 Prozent aller marinen Gattungen, bis zu 76 Prozent aller Arten insgesamt

Prominente Opfer: Thecodonten (Vorfahren der Dinosaurier)

Ursachen: Vulkanismus, Klimaerwärmung

Reptilien im Aufwind

Im Trias, vor rund 240 Millionen Jahren, begann der Siegeszug der Reptilien. Das Massenaussterben am Ende des Perm hatte die säugetierähnlichen Therapsiden ausgelöscht und verschafft nun ihren Konkurrenten, den Thecodontiern, zu ihrer Chance. Die anfangs kaum hundegroßen, aber sehr beweglichen Vorfahren der Dinosaurier wuchsen schnell zur vielfältigsten Gruppe der Landwirbeltiere heran. Als Flugsaurier eroberten sie den Luftraum, Placodontier und Ichthyosaurier – „Fischechsen“ tummelten sich in den Meeren.

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An Land entstanden im Laufe des Trias aus den eher kleinen und einfachen Thecodontiern die Dinosaurier. Sie lebten in einer durch heißes und trockenes Klima geprägten Landschaft mit ausgedehnten Steppen und Wüsten und nur wenigen Inseln üppiger Schachtelhalm und Koniferenwäldern. Die ersten Dinosaurier waren vermutlich Fleischfresser von mittlerer Größe, die sich bei schnellem Laufen auf die Hinterbeine erhoben. Im Laufe der Zeit entwickelten sich auch die ersten Pflanzenfresser (Prosauropoden), sie erreichten bereits Längen von bis zu sechs Metern.

Parallel zu den ersten Dinosauriern entwickelten sich auch vier weitere Tiergruppen, deren Nachfahren bis heute die Erde bevölkern. Neben Fröschen, Schildkröten und Krokodilen waren dies vor allem die Säugetiere. Noch kein und nach heutigen Maßstäben pürimitiv, hatten diese neuen Lebensformen jedoch gegen die Übermacht der erfolgreichen und perfekt an die damalige Umwelt angepassten Dinosaurier keine Chance.

Aus für die Thecodontier

Doch gegen Ende des Trias, vor rund 210 Millionen Jahren, dezimierte erneut ein Massenaussterben die Artenvielfalt der Erde. Obwohl es häufig nicht zu den „großen Fünf“ gerechnet wird, löschte dieses Ereignis immerhin rund die Hälfte aller marinen Arten, darunter die labyrintodonten Ammonoideen und viele Muscheln und Schnecken aus. An Land fielen ihm die letzten Überlebenden der Theraspiden und die Thecodontier, die Vorfahren der Dinosaurier zum Opfer. Die Dinosaurier selbst wurden dezimiert, überlebten aber größtenteils. Die Ursachen dieses Aussterbens sind bis heute ungeklärt, als wahrscheinlich gilt ein Klimawandel.

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Nadja Podbregar
Stand: 20.02.2002

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Massenaussterben
Katastrophale "Unfälle" der Evolution?

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Überlebensrate 0,1 Prozent
Aussterben prägt die Erdgeschichte

Mehr als nur eine Frage der Masse...
Was kennzeichnet ein Massenaussterben?

Kambrium
Das "Aus" für die Trilobiten

Ordovizium
Aufstieg und Fall der räuberischen Nautiloideen

Devon
Die Ära der Panzerfische

Perm
Das größte Aussterben der Erdgeschichte

Trias
Als die Vorfahren der Saurier starben...

Kreide-Tertiär
Der Untergang der Dinosaurier

Wer war's?
Der erste Verdächtige: Meeresspiegelschwankungen

Todesfalle Temperatur?
Der zweite Verdächtige: Klimawandel

Kosmische Katastrophe?
Der dritte Verdächtige: Ein Meteoriteneinschlag

Kosmischer Killer oder Nebenschauplatz?
Die möglichen Auswirkungen eines Meteoriteneinschlags

Feuerspeiende Erde
Der vierte Verdächtige: Katastrophale Vulkanausbrüche

Flammendes Inferno mit globalen Folgen?
Die möglichen Folgen des Dekkan-Trapp-Vulkanismus

Impakt oder Vulkanismus?
Der Streit um das Aussterben der Dinosaurier

Der Fall Nemesis
Sind Massenaussterben periodisch wiederkehrend?

Tod mit System?
Periodizität als heißes Eisen und Streitfall

Wildwasser statt ruhiger Fluss
Massenaussterben als Motor der Evolution

Pech, Zufall oder Vorsehung?
Wer wird Opfer?

Wie stirbt man aus?
Faktoren, die das Aussterben begünstigen

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