 | | Strand in der Karibik © Aztech |
Strand
Fragiles Idyll aus Wellen, Sand und Wind
Jedes Jahr das Gleiche: Kaum ist der Winter vorbei, kommt die Reisekarawane wieder ins Rollen. Die Deutschen machen sich scharenweise in wärmere Gefilde auf, um Sonne zu tanken oder sich kopfüber in die Fluten zu stürzen.
Sand, so fein wie Puderzucker, breit und flach abfallend, einsam – so soll dabei nach Meinung vieler Urlauber der optimale Strand sein, an dem man sich von der Hektik und dem Stress des Alltags perfekt erholen kann.
Immerhin ein Fünftel der weltweiten Küsten besteht tatsächlich aus mehr oder weniger schönen Sand- oder Kiesstränden: Ein immenser Pool, aus dem die Tourismusindustrie schöpft, um zahlungskräftige Urlauber anzulocken. Kein Traumstrand ist dabei heute zu weit, als das er per Flugzeug nicht schnell und bequem erreicht werden könnte. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.
Doch die so beliebten Strandidyllen sind vielerorts bedroht. Dabei sind es keineswegs nur Umweltsünden wie wilde Müllkippen oder ungeklärte Abwässer, die Sorgen bereiten – die Badewasserqualität ist fast überall überraschend gut. Die Natur selbst ist der „Übeltäter“: An vielen Traumstränden nagen Wellen und Wind so heftig, dass die früher zum Teil endlosen Sandflächen immer weiter zusammenschrumpfen. Fast 80 Prozent aller Strände sind mittlerweile durch Erosion bedroht, viele müssen sogar schon aufwendig geschützt werden.
Und es kommt noch schlimmer. Der von vielen Klimaforschern prognostizierte Meeresspiegelanstieg könnte schon bald für viele Strände das endgültige Aus bedeuten. Britische Wissenschaftler befürchten bereits, dass die Sand- und Kiesstrände der Insel innerhalb der nächsten 100 Jahre nahezu komplett verschwunden sein könnten.
Wie kommt der Sand an die Strände? Warum wachsen einige von ihnen und andere werden immer kleiner? Und was kann man tun, um die Badeparadiese zu schützen? Der g-o.de Strand-Report gibt die Antworten...
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