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Vom Paradies zum Land ohne Hoffnung?

5.000 Jahre Mesopotamien

Irak aus dem All © NASA/MODIS

Mesopotamien: Vor 5.000 Jahren galt die Region des heutigen Irak als der „Nabel der Welt“ war, die Wiege der Kulturen, das Zentrum von Politik, Kultur und Wissenschaften. Doch inzwischen erinnert hier kaum mehr etwas an die glorreiche Vergangenheit.

Die Menschen im Irak leiden heute unter Hungersnöten und einem epidemieartigen Anstieg von schweren Krankheiten. Politisch und humanitär hat sich der Irak mittlerweile zu einer der schlimmsten internationalen Krisenregionen der Welt entwickelt.

Schuld an diesem Niedergang des Irak sind neben innenpolitischen Maßnahmen des totalitären Hussein-Regimes auch die Folgen der beiden Golfkriege von 1980 bis 1988 gegen den Iran und 1991 gegen die USA und ihre Alliierten. Sie erschütterten das Land nachhaltig und schwächten die Wirtschaft und raubten dem Land die letzten Resourcen.

Und auch an der Natur sind die militärischen Auseinandersetzungen und der jahrelange Raubbau nicht spurlos vorübergegangen: Wer heute durch den Irak reist, dürfte verwundert darüber sein, dass Mesopotamien früher als Garten Eden, als Teil des berühmten „fruchtbaren Halbmondes“ galt. 87 Prozent des Landes bestehen mittlerweile aus Wüsten oder kargen, wenig lebensfreundlichen Steppengebieten. Das Klima ist heiß und trocken, Niederschläge fallen kaum.

Nur im Euphrat- und Tigrisbecken und in den Bergregionen im Nordosten des Landes gibt es noch Waldgebiete und andere grüne Oasen, in denen beispielsweise (Bewässerungs-)Landwirtschaft betrieben wird. Aber selbst hier sind Fauna und Flora auf dem Rückzug. Süsswasserkrise, Bodenversalzung, Erosion und Wüstenbildung bestimmen das Landschaftbild und vernichten seit Jahren diese letzten Rückzugsflächen für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

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Aber auch die Zukunft verheisst nicht allzuviel Gutes für den ehemaligen „Garten Eden“. Schon bald könnte ein neuer Krieg über das Land hereinbrechen, der von George W. Bush verkündete „War against Terrorism“. Viele Insider aus Presse, Politik und Wirtschaft sprechen allerdings eher von einem „Krieg um Öl“. Er könnte Mensch und Umwelt endgültig an den Rand der Katastrophe drängen.

Wie kam es vor 5.000 Jahren zum kometenhaften Aufstieg Mesopotamiens zur Weltmacht? Welche Gründe gibt es für den Niedergang der Region gegen Ende des 20. Jahrhunderts? Welche Probleme bedrohen Mensch und Umwelt im Irak heute am meisten? Antworten auf diese und viele andere Fragen erhalten Sie auf den folgenden Seiten…

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Stand: 13.01.2003

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Irak
Von der Wiege der Kulturen zum internationalen Krisengebiet

Vom Paradies zum Land ohne Hoffnung?
5.000 Jahre Mesopotamien

Von Städten, Palästen und Müllproblemen
Mesopotamien vor 5.000 Jahren

Babylon als Nabel der Welt
Aufstieg und Niedergang Mesopotamiens

Nebukadnezars Nachfolger
Der Irak unter Saddam Hussein

Ein Land vor dem Kollaps...
Von UNO-Sanktionen und hausgemachten Problemen

Saddam-Land
Der Irak im Überblick

Hunger, Krebs und Missbildungen
Die humanitäre Katastrophe

Wie gefährlich ist Uran-Munition?
Die Suche nach den Gründen für Krebs und Golfkrieg-Syndrom

Vom Garten Eden zur Wüste
Die größte Umweltkatastrophen aller Zeiten?

Worst case oder Eden again?
Gibt es noch eine Rettung für die mesopotamischen Feuchtgebiete?

El Dorado für fossile Brennstoffe
Erdöl im Irak

Aufmarsch am Golf
Die Ölmultis rüsten auf

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