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Schwarze Zukunft für Störe und Feinschmecker

Kaviar

© Edda Schlager

Schwarz, großkörnig, nussiges Aroma: so muss Kaviar aussehen und schmecken. Gourmets bezahlen dann schon mal bis zu 500 Euro für hundert Gramm der Delikatesse, Tendenz steigend. Das „schwarze Gold der Zaren“ gilt als eine der letzten Bastionen der High Society – nur wer sich die teure Luxus-Feinkost leisten kann, gehört wirklich dazu.

Der Haken an der Sache mit den delikaten Fischeiern – sie werden langsam knapp. Denn der Quell der Gaumenfreude, der Stör, steht kurz vor dem Aussterben. Als Vertreter einer der ältesten Tierarten der Erde hat die Familie der Störe bisher diverse Klimawandel und Massensterben der Erdgeschichte überlebt. Womit die anpassungsfähigen, aber empfindlichen Fische nicht fertig werden, sind die Überfischung und Umweltschäden an Meeren und Flüssen unserer Tage.

Störe können über einhundert Jahre alt werden, doch der lange Lebenszyklus – sie brauchen Jahre bis zur Geschlechtsreife – wird ihnen jetzt zum Verhängnis. Die Fische werden rücksichtslos gejagt, weil das Geschäft mit dem Kaviar jährlich Millionen einbringt.

Mittlerweile ist der Markt mit illegalem Wildkaviar überschwemmt, obwohl Artenschützer längst die Notbremse gezogen haben. Der Handel mit Kaviar ist seit Jahren auf bestimmte Mengen limitiert. Das Problem: Es hält sich kaum einer daran.

Wissenschaftler hoffen dennoch, dass es für die Störe noch nicht zu spät ist. Und seit einigen Jahren glimmt ein neues Licht am Horizont, das den Druck von den Wildbeständen nehmen könnte: Kaviar aus künstlicher Störzucht.

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Inhalt:

  1. Überblick
    Das Wichtigste in Kürze
  2. Kalaschnikows und Ameisenverkehr
    Odyssee einer Delikatesse
  3. Das schwarze Gold der Zaren
    Nachhaltigkeit bei Romanows und Breschnew
  4. Acipenser, der Stör
    Ein lebendes Fossil
  5. Globale Großfamilie vor dem Aus?
    Stör-Habitate schwer geschädigt
  6. Cites und die Quoten
    Weltweite Wacht über Kaviarhandel
  7. Indiskretion mit Satellitentechnik
    Lebenswandel der Störe wird beleuchtet
  8. In Zukunft nur noch „Stallhaltung“?
    Kaviar aus Aquakultur
  9. Von Beluga bis Waxdick
    Das Who is Who der Störfamilie

Edda Schlager
Stand: 30.06.2006

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In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Kaviar
Schwarze Zukunft für Störe und Feinschmecker

Überblick
Das Wichtigste in Kürze

Kalaschnikows und Ameisenverkehr
Odyssee einer Delikatesse

Das schwarze Gold der Zaren
Nachhaltigkeit bei Romanows und Breschnew

Acipenser, der Stör
Ein lebendes Fossil

Globale Großfamilie vor dem Aus?
Stör-Habitate schwer geschädigt

Cites und die Quoten
Weltweite Wacht über Kaviarhandel

Indiskretion mit Satellitentechnik
Lebenswandel der Störe wird beleuchtet

In Zukunft nur noch „Stallhaltung“?
Kaviar aus Aquakultur

Von Beluga bis Waxdick
Das Who is Who der Störfamilie

News zum Thema

Neue Hoffnung für die Störe
Erstmals seit zehn Jahren künstliche Vermehrung?

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