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Freitag, 24.03.2017
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Treibhausgase hemmen Ozeanpumpe

Erwärmung des Oberflächenwassers behindert Zirkulation im Nordatlantik

Steigen die Treibhausgas-Konzentrationen um ein Prozent jährlich, wird die klimaentscheidende „Umwälzpumpe“ im Nordatlantik erheblich geschwächt. Neue Klimamodelle zeigen, dass besonders die Erwärmung des Oberflächenwassers dafür verantwortlich sein könnte.
Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen

Im Wasser des Nordatlantiks sitzt eine gewaltige „Umwälzpumpe“, eine Meereszirkulation, in der warmes Oberflächenwasser absinkt und kaltes Tiefenwasser Richtung Süden transportiert wird. Ohne diese „Pumpe“ wäre der Wärmtransport in den Weltmeeren gestört und auch der Golfstrom – klimabestimmend für einen Großteil Europas – fiele aus.

Unter anderem deshalb untersuchen Klimaforscher schon seit Jahren, welche Auswirkungen die globale Erwärmung auf diese Umwälzpumpe haben könnte. Ihre Befürchtung: Das verstärkt einströmende Schmelzwasser der Gletscher könnte den Salzgehalt des Meerwassers herabsetzen und damit das sensible Gleichgewicht der Ozeanzirkulation stören oder sogar die „Pumpe“ ganz zum Erliegen bringen. Und auch die Auswirkungen einer Erwärmung des Oberflächenwassers sind bisher nur in Teilen bekannt.

Reaktion des Nordatlantiks auf Erwärmung untersucht


Ein Team kanadische Forscher unter Leitung von Andrew J. Weaver von der Universität von Victoria hat jetzt erneut mithilfe mehrerer Modellrechnungen und Simulationen die Reaktion des Nordatlantiks auf eine Erwärmung untersucht. Es zeigte sich, dass auch bei jeweils anderen Ausgangsbedingungen die nordatlantische Umwälzpumpe immer dann schwächer wurde, wenn die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre um ein Prozent pro Jahr erhöht wurde. Dieser Anstieg löste eine Erwärmung aus, die wiederum die Eisschmelze und damit auch den Frischwasserzufluss im Nordatlantik erhöhte.


Interessanterweise trat die stärkste Wirkung nicht dann auf, wenn die anfängliche Pumpleistung im Nordatlantik ohnehin schon schwach war, sondern dann, wenn sie besonders stark ausgeprägt war. Die Schwächung durch die Erwärmung war gerade dann besonders eklatant. Die stärkste Wirkung ging dabei, auch das zeigten die Modelle, nicht von dem erhöhten Zufluss von Schmelzwasser aus, sondern von der Erwärmung des Oberflächenwassers.
(American Geophysical Union, 27.02.2007 - NPO)
 
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