Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Kurzgefasst
Glossar

Katastrophentheorie
Begründet durch den französischen Anatomen George CUVIER (1769-1832). Aus seiner paläontologischen Forschungsarbeit, unter anderem im Pariser Becken, erkannte er, dass die Erdgeschichte sich in den Gesteinsschichten widerspiegelt. Das Verschwinden von versteinerten Überresten von Lebewesen von einer Schicht zu einer jüngeren erklärte er über den Einbruch von Naturkatastrophen, die in den Übergangsphasen das Leben auf der Erde zerstörten.

Das Auftreten von unbekannten Arten in jüngeren Gesteinsschichten, die zuvor fossil nicht nachgewiesen werden konnte, führte er auf die lokale Begrenzung solcher periodischer Katastrophen zurück, die eine Wiederbesiedlung durch Neueinwanderung fremder Arten zur Folge hatte. Extreme Vertreter gingen von der periodischen totalen Vernichtung allen Lebens und immer wiederkehrender "nachkatastrophaler" Neuschöpfung durch Gott aus. Das statische Weltbild konnte so gewahrt bleiben.

Gradualismus
Die Geologie spielte eine Vorreiterrolle in der Vorbereitung der darwin`schen Selektionstheorie. Noch vor Cuvier hatte der schottische Geologe James HUTTON eine Theorie aufgestellt, nach der die Gesteinsformationen Produkte von langsamen, kontinuierlichen Prozessen sind, die sich der direkten zeitlichen Erfassung entziehen..

Uniformitarianismus oder Aktualismus
Ein Zeitgenosse und späterer Freund Darwins, Charles LYELL (1797 - 1875) führte die Ideen Huttons weiter und kam zu zwei Schlussfolgerungen. Wenn die Erdkruste langsamen, kontiniuierlichen Veränderungen unterworfen ist, dann musste die Erde wesentlich älter sein als die von theologischer Seite geschätzten 6000 Jahre.

Die zweite Schlußfolgerung resultierte aus der ersten. Wenn der erdgschichtlichen Entwicklung weit größere zeitliche Dimensionen zur Verfügung gestanden haben als bisher angenommen, dann können die langsamen, kontinuierlichen Veränderungen der Erdoberfläche über diese geologischen Zeiträume betrachtet, beträchtliche Auswirkungen auf das äußere Erscheinungsbild der Erde gehabt haben.

Lamarckismus
Nicht nur für die unbelebte, sondern auch für die belebte Materie wurde die Grundidee einer kontinuierlichen Weiterentwicklung bereits vor Darwin angewandt. Jean Baptiste Lamarck (1744-1829) betreute die Wirbellosensammlungen des Naturhistorischen Museums in Paris und stellte als erster eine umfassende Theorie über die Veränderbarkeit der Arten auf.

Vom einfachsten bis zum komplexesten Lebewesen der Erde, alle sind der Veränderung durch die "sentiments interieurs", die inneren Bedürfnisse unterworfen. Dieses innere Bedürfnis nach Weiterentwicklung ist nach Lamarck die treibende Kraft der Evolution, führt zur Ausprägung bestimmter Merkmale und zu einer immer besseren Anpassung an die Lebensbedingungen. In einer zweiten Annahme ging Lamarck davon aus, dass diese individuell erworbenen Fähigkeiten an die nächste Generation weitergegeben werden können. Wenn auch Lamarcks Theorie offiziell keinen Eingang in die wissenschaftlich adäquaten Postulate gefunden hatte, so war die Vorstellung von der Weitergabe erworbener Eigenschaften doch gängig.

Darwins Großvater Erasmus Darwin war in seiner "Zoonomia" selbst Lamarck`schen Denkansätzen gefolgt. Als der junge Darwin nach seiner Fahrt mit der Beagle sich mit dem Gedanken zu heiraten beschäftigte und - wohl im Hinblick auf mögliche Erbkrankheiten - seinen Vater nach dem Grund für den frühen Tod seiner Mutter befragte, bekam er von dem Mediziner eine "Lamarck´sche" Antwort. Sein Schwiegervater sei Alkoholiker gewesen und habe seiner Tochter ein Leberleiden vererbt, dass ihr heftige Schmerzen und einen frühen Tod gebracht habe. Doch in solchen Fällen genüge es schon, in der folgenden Generation abstinent zu leben, um die negative Eigenschaft aus der Vererbung wieder zu verbannen.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Charles Darwin
Leben ist Veränderung
Erste Jahre eines jungen Naturforschers
(K)ein grader Lebensweg
Einmal um den Globus
Die Reise mit der Beagle
Das Laboratorium der Evolution
Geschichte der "verzauberten Inseln"
Was Darwin auf den Inseln entdeckte...
Endemische Tierwelt
Meeresechsen
Wechselwarme Taucher
Darwin-Finken
Revolution der Wissenschaften
Was Darwin nicht sah ...
Die Unterwasserwelt
... der letzte seiner Art
Gefährdungen des Archipels
Nach der großen Fahrt
Familienleben und ländliches Idyll
Das viktorianische Weltbild
Spiegel des wissenschaftlichen Denkens
Die Entstehung der Arten
Eine Veröffentlichung verändert die wissenschaftliche Welt
Reifezeit
Die letzten Jahre
Kurzgefasst
Glossar
und mehr...
Zum Weiterlesen
Links und Literatur
Top-Diaschauen
Synästhesie
Wald
Symbiose mit Viren?
Säbelzahnkatzen
Minoisches Seewesen
Aktuelle Dossiers
Zurück zum Urknall
Auf der Suche nach dem Ursprung von Zeit und Raum
Unterwegs im rollenden Labor
Ein einzigartiger Truck als Labor der Zukunft
Sprachensterben
Schleichendes Verschwinden unseres kulturellen Gedächtnisses
Dschungel ohne König
Asiens letzten 3.200 Tigern droht ohne radikalen Schutz der Garaus
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?