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Reifezeit

Die letzten Jahre

„Die Hauptarbeit meines Lebens“ ist nach Darwins eigenen Worten die Entstehung der Arten. Ihre Kernaussagen – die Vertreter einer Art weisen individuelle Unterschiede auf, die erblich bedingt sind -, liefern die Grundlage für die natürliche Zuchtwahl, in denen „der Tüchtigste“ überlebt.

Charles Darwin © University of Texas

Eine heftige wissenschaftliche Diskussion entbrennt, die ungefähr zehn Jahre andauern wird, und die alle Elemente des Darwinschen Gedankengebäudes ins Kreuzfeuer der Kritik rückt. Der Artbegriff, die natürliche Zuchtwahl, „Survival of the fittest“ – Darwin hat sich lange und gründlich auf diese Kontroversen vorbereitet und setzt sich letztlich durch. Nach besagten zehn Jahren ist seine Theorie über die Entstehung der Arten in der wissenschaftlichen Welt anerkannt.

Während er in „The Origin of Species“ noch mit keinem Wort auf die Herkunft des Menschen eingegangen ist, veröffentlicht er nun im Jahr 1871 „Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl“ als konsequente Weiterführung seines Hauptwerks.

Die Vorstellung, dass Tier und Mensch das Endergebnis der Gesetzmäßigkeiten der Evolution und damit verwandte Lebewesen sind, ist (nicht nur) für viele Zeitgenossen Darwins eine abstruse Vorstellung.

Karikaturisten jener Zeit haben ihre helle Freude, und Darwin und seine Anhänger werden zu beliebten Motiven, zum Beispiel von „Punch“ – Darwin als Wesen mit Affenkörper in von den Händen gestützter Fortbewegung, Darwin, wie er sich auf einer Feierlichkeit mit einem gut gekleideten und grinsenden Gorilla unterhält, Darwin als Wurm…

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Darwin läßt sich nicht beirren. Er arbeitet kontinuierlich weiter und veröffentlicht 1872 „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei den Menschen und den Tieren“. Ein Jahr vor seinem Tod folgt seine Autobiographie und „Die Bildung der Ackererde durch die Würmer“.

Am 19. April stirbt der 71-jährige Darwin in Down House an Herzversagen. Familie, Freunde und die wissenschaftliche Welt erweisen ihm in Westminster Abbey die letzte Ehre.

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Stand: 03.05.2000

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Charles Darwin
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