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Freitag, 10.02.2012
Umweltschutz als Jobmaschine
Fast 1,8 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt
Umweltschutz wird bei uns als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Denn Deutschland ist beim Handel mit Umweltschutzgütern Weltspitze. Und auch die Umweltjobs boomen: Fast 1,8 Millionen Menschen finden in Deutschland hier Brot und Arbeit, mit weiter steigender Tendenz. Dies geht aus dem ersten Umweltwirtschaftsbericht hervor, den das Bundesumweltministerium (BMU) und Umweltbundesamt jetzt veröffentlicht haben.

Solarzellen
Solarzellen
© DOE
Laut dem Report entfielen im Jahr 2007 mehr als fünf Prozent der Industriegüterproduktion in Deutschland auf Umweltschutzgüter. Die Studie legt damit die enge Verknüpfung zwischen Ökologie und Ökonomie und die neue Rolle der Umweltpolitik offen. „Der Umweltwirtschaftsbericht hilft, die Diskussionen um das Verhältnis von Umwelt und Wirtschaft zu versachlichen. Angesichts der doppelten Herausforderung durch Wirtschafts- und Klimakrise brauchen wir gerade jetzt solide und klare Entscheidungsgrundlagen für eine ökologische Industriepolitik“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Der Bericht belegt, dass sich Umweltschutz auszahlt - gerade auch angesichts langfristig steigender Energie- und Rohstoffpreise sowie der großen Bedeutung der Energie- und Materialkosten im verarbeitenden Gewerbe.

Fit für die Zukunft?
Umweltschutzanforderungen machen Unternehmen nach Angaben von BMU und UBA innovativer und damit fit für die Zukunft. Und Umweltschutz ist volkswirtschaftlich eine lohnende Investition. Denn er verringert Umweltschäden, deren Kosten die Gesellschaft ansonsten zu tragen hätte. So erreichen beispielsweise die durch das Erneuerbare-Energien-
Gesetz vermiedenen Umweltschäden bereits heute die gleiche Größenordnung wie die zusätzlichen Kosten für die Volkswirtschaft. In rund zehn Jahren wird der Nutzen doppelt so groß sein wie die Zusatzkosten, so das UBA.

In den Märkten der Zukunft eröffnen sich für innovative Unternehmen gewaltige Chancen. Damit deutsche Unternehmen weltweit und dauerhaft erfolgreich sein können, müssten sie in ihren Unternehmensstrategien berücksichtigen, dass die Ökologie zur Ökonomie des 21. Jahrhunderts wird. Umweltpolitik sei heute auch Innovationspolitik, Investitionspolitik, Beschäftigungspolitik und vorausschauende Standortpolitik.

Umwelt und Wirtschaft kein Gegensatz
„Umwelt und Wirtschaft sind kein Gegensatz - wer auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich sein will, muss sich frühzeitig auf neue Herausforderungen wie den Klimaschutz und knapper werdende natürliche Ressourcen einstellen. Die Umweltpolitik muss diesen Prozess beschleunigen, indem sie Umweltinnovationen fördert und Wettbewerbsverzerrungen zu Lasten umweltfreundlicher Produkte und Techniken beseitigt“, so der UBA-Präsident Andreas Troge.
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