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Donnerstag, 09.02.2012
Deutschland Weltmeister beim Export von Umweltschutzgütern
2006 Produkte im Wert von 56 Milliarden Euro ins Ausland geliefert
Deutsche Unternehmen sind auf dem Umweltschutzmarkt weltweit führend. Mit einem Welthandelsanteil von 16 Prozent und einem Exportvolumen von 56 Milliarden Euro belegte Deutschland im Jahr 2006 erneut den Spitzenplatz, noch vor den USA und Japan mit 15 beziehungsweise neun Prozent. Dies ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes, das im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt wurde.

Offshore-Windpark
Offshore-Windpark
© DOE/NREL
Am meisten international gefragt sind nach den Ergebnissen des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung Produkte der Mess-, Steuer- und Regeltechnik – zum Beispiel Geräte zum Messen der Wärmemenge. Den größten Zuwachs beim Export konnten in den letzten drei Jahren die erneuerbaren Energien verbuchen. Pro Jahr legten sie laut dem Report um fast 25 Prozent zu.

Positiver Trend ungebrochen
Doch das ist noch nicht alles. Denn Hochrechnungen für das Jahr 2007 zeigen, dass sich der positive Trend weiter fortsetzt. Danach erreichte das Exportvolumen an potenziellen Umweltschutzgütern aus Deutschland im vergangenen Jahr fast 60 Milliarden Euro. Das entspricht knapp den Exporten der Elektrotechnikindustrie.

„Deutschland belegt beim Export von Umwelttechnologie weiterhin den Spitzenplatz. Dies zeigt den weltweiten Bedarf nach Qualität beim Umwelt- und Klimaschutz. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Wir müssen industriepolitisch die Weichen richtig stellen, um weiterhin ganz oben mitzuspielen“, kommentierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Ergebnisse.

Export von Umweltschutzgütern sichert Arbeitsplätze
Potenzielle Umweltschutzgüter – wie Pumpen, Leitungen, Mess-, Steuer- und Regelgeräte – können Umweltschutzzwecken dienen, aber auch andere Funktionen erfüllen. Das Konzept der potenziellen Umweltschutzgüter geht zurück auf eine Konvention, die Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt in den neunziger Jahren entwickelt haben und seitdem für Studien zur technologischen Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verwendet wird.

„Die erfreulichen Entwicklungen beim Export von Umweltschutzgütern sind nicht nur gut für den internationalen Umweltschutz. Sie nützen auch der heimischen Wirtschaft und sichern in Deutschland Arbeitsplätze. Ohne eine anspruchsvolle und vorausschauende Umweltpolitik wären diese Erfolge nicht möglich gewesen“, betonte Thomas Holzmann, Vizepräsident des UBA.
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