• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Freitag, 20.10.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

3D-Blick auf Immunzell-Hülle

Protein Cluster der Zelloberfläche erstmals sichtbar gemacht

Spektakuläre dreidimensionale Bilder der Zelloberfläche von einzelnen Immunzellen haben deutsche Forscher nun erstmals enthüllt. Mithilfe einer neu entwickelten Protein-Kartierungsmethode zeigen sie 27 verschiedene Proteinsteukturen so eindeutig und so umfassend, wie noch niemals zuvor.
Oberflächen-Proteine eines CD4 T-Lymphocyten.

Oberflächen-Proteine eines CD4 T-Lymphocyten.

Wie auf dem Titelblatt der neuesten Ausgabe des Journals Nature Protocols nun zu sehen ist, konnten Forscher um Dr. Walter Schubert vom Institut für Medizinische Neurobiologie der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg die unterschiedlichen Zusammenlagerungen (Cluster) von 27 verschiedenen Proteinen auf der Zelloberfläche einzelner Immunzellen sichtbar machen. Dr. Schubert und seine Partner verwenden dazu die von ihnen entwickelte Technologie "Toponome Imaging System (TIS)". Bereits im vergangenen Jahr hatten sie das Prinzip der Kartierung und Funktionsanalyse von Protein-Netzwerken mit dieser neuen Technologie publiziert.

Die neue Kartierung enthüllt einen überraschenden Unterschied zwischen den seit langem bekannten Blutzellen vom T-Lymphozyten-Typ CD4 und CD8: Während die Protein-Cluster der CD4 Zellen ein räumliches Netzwerk bilden, das die gesamte Zelloberfläche umspannt, sind die Protein-Cluster der CD8 Zellen nicht miteinander verbunden.

Aus diesen neuen Erkenntnissen und technologischen Fortschritten ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Diagnostik und Therapieforschung, denn die hier erstmals sichtbar gemachte hohe Organisationsstufe der zellulären Proteine ist wahrscheinlich bei vielen Krankheiten, wie zum Beispiel immunologischen Entzündungsvorgängen und Krebs spezifisch gestört. Die Magdeburger Forscher zeigen mehrere biologische Beispiele, wie man in ganz verschiedenen Geweben und Zelltypen derartige Cluster finden kann, so dass dadurch die internationale Forschung auf diesem neuen Gebiet der so genannten Toponom Forschung stark stimuliert werden dürfte.
(Universität Magdeburg, 24.09.2007 - NPO)
 
Printer IconShare Icon