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Samstag, 27.05.2017
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Gorillas zum Frühstück

WWF: Armut in Afrika bedroht geschützte Arten

Eine ausgeprägte Nachfrage nach Fleisch von Wildtieren, so genanntes Buschfleisch, bedroht nach Angaben des WWF zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten in Afrika. „Traditionell ist Buschfleisch in Afrika eine der wichtigsten Proteinquellen. Deshalb stehen auf der Speisekarte mitunter auch streng geschützte Wildtiere wie Gorillas, Leoparden und Waldelefanten“, sagt WWF-Artenschutzexperte Stefan Ziegler.
Gorilla

Gorilla

Problematisch sei vor allem, dass der Handel mit dem günstigen Wildfleisch für weite Teile der Bevölkerung zu einer wichtigen Einkommensquelle geworden sei.

Jedes Jahr werden mehr als eine Million Tonnen Wildfleisch aus den Tropenwäldern Afrikas gehandelt. Allein bis zu 6.000 Menschenaffen werden jährlich von Wilderern getötet. Das Fleisch wird auf Märkten angeboten oder exportiert – auch nach Europa.

„Kommerzielle Jäger und Wilderer erlegen bis zu zehn Mal mehr Tiere, als für die Versorgung der lokalen Bevölkerung nötig wäre“, erläutert Ziegler. Nach WWF-Studien ist der Handel mit Buschfleisch in vielen afrikanischen Ländern bereits die größte Bedrohung für die heimische Tierwelt.


„Artenschutz ist in Afrika nicht ohne Armutsbekämpfung möglich. Deshalb fordert der WWF ein Aktionsprogramm, das Einkommensalternativen schafft“, so Ziegler. Eine Möglichkeit sei Öko-Tourismus, der die lokale Wirtschaft ankurbele und zugleich helfe, Wildtiere zu schützen. „Wenn das gegenwärtige Ausmaß der Wilderei nicht drastisch reduziert wird, werden Arten wie der Gorilla in 15 Jahren aus der Wildnis verschwunden sein“, fürchtet Ziegler.
(WWF, 17.10.2005 - DLO)
 
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