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Montag, 26.09.2016
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Heute Nacht regnet es Sternschnuppen

Meteorschauer der Perseiden fällt diesmal besonders reichlich aus

Heute Nacht lohnt ein Blick in den Himmel: Der Meteorschauer der Perseiden erreicht seinen Höhepunkt – und fällt diesmal besonders reichlich aus. Denn der Planet Jupiter hat die Staubreste des Kometen Swift/Tuttle näher an die Erdbahn geschoben. Dadurch fliegen wir momentan durch einen besonders dichten Teil dieser Staubwolke hindurch. Heute Nacht könnten daher mehr als 100 Sternschnuppen pro Stunde fallen.
Perseiden-Meteore in einer Zeitraffer-Aufnahme vom August 2015.

Perseiden-Meteore in einer Zeitraffer-Aufnahme vom August 2015.

In jedem Jahr um den 12. August herum erreicht der Meteorschauer der Perseiden seinen Höhepunkt. Er entsteht, weil die Erde durch den Staubschweif des Kometen Swift-Tuttle wandert. Die umherfliegenden sandkorn- bis erbsengroßen Staubbröckchen rasen mit Tempo rund 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Atmosphäre und erzeugen leuchtende Spuren – Sternschnuppen.

Dank Jupiter besonders spektakulär


In diesem Jahr könnte der Meteorschauer der Perseiden besonders spektakulär ausfallen. Denn Astronomen sagen voraus, dass die Erde in der Nacht vom 11. zum 12. August durch einen besonders dichten Teil der Staubwolke fliegt. Dieser "Klumpen" entstand, weil Jupiter im Jahr 2014 dem Staubschweif nahe kam und seine Schwerkraft viele Partikel näher an die Erdbahn geschoben hat. Jetzt, 2016, bewegt sich unser Planet genau durch diesen Bereich hindurch.

Die positive Folge davon: Obwohl der eigentliche Höhepunkt der Perseiden erst morgen Nacht stattfindet, gibt es schon heute Nacht eine spannende Himmelsshow. Nach Schätzungen von Astronomen könnten zeitweise fast doppelt so viele Sternschnuppen wie üblich fallen. Heute Nacht sollen durchschnittlich gut 100 Meteore pro Stunde zu sehen sein, darunter möglicherweise auch viele besonders helle Feuerkugeln.


Am besten in der zweiten Nachthälfte


"Die Perseiden sind ohnehin schon einer der besten und verlässlichsten Meteorschauer des Jahres", erklärt Mark Bailey vom Armagh Observatory in England. "Die Voraussagen für eine starke Aktivität in diesem Jahr machen die Beobachtung noch spannender. Es lohnt sich definitiv, einen Blick an den Nachthimmel zu werfen."

Die Meteore der Perseiden scheinen aus dem Bereich des Sternbilds Perseus zu kommen - daher ihr Name.

Die Meteore der Perseiden scheinen aus dem Bereich des Sternbilds Perseus zu kommen - daher ihr Name.

Die günstigste Zeit für die Meteor-Beobachtung liegt heute in der zweiten Nachthälfte. Denn am Abend überstrahlt noch das helle Licht des Mondes die Leuchtspuren der Sternschnuppen. Er ist zurzeit zu drei Vierteln erleuchtet. Nach Mitternacht und vor allem in den frühen Morgenstunden aber steht der Mond schon dicht am Horizont oder ist bereits untergegangen. Dann lassen sich die Meteore am besten sehen.

Bloßes Auge und etwas Geduld reichen aus


Um die Perseiden zu sehen, reicht das bloße Auge und ein halbwegs dunkler Standort mit guter Sicht auf den Himmel. Am besten macht man es sich auf einer Liege bequem und schaut nach oben. "Entspannen Sie sich, seien Sie geduldig und lassen Sie ihren Augen Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen", rät Alan MacRobert vom Magazin Sky&Telecope. "Mit ein wenig Glück werden Sie dann alle paar Minuten eine Sternschnuppe sehen."

Die Meteore des Perseidenschauers können dabei aus allen Himmelsregionen kommen. Denn der Radiant, die Region, aus der die Sternschnuppen zu kommen scheinen, liegt im Sternbild Perseus und das steht ab Mitternacht hoch am Himmel. Einige der Sternschnuppen in dieser Nacht könnten allerdings auch "Ausreißer" sein: Meteore, die zu den schwächeren Schauern der Delta Aquariiden und Kappa Cygniden gehören. Denn auch sie tragen zur "Sternschnuppen-Saison" im August bei.

Ein Trost für alle, bei denen heute Nacht Wolken die Sternschnuppen verdecken ist: "Wenn es am Morgen des 12. August bei Ihnen bewölkt ist, haben Sie noch eine Chance in der folgenden Nacht, denn dann kommt erst der reguläre Höhepunkt der Perseiden", erklärt David Asher vom Armagh Observatory. Die Erde hat dann zwar den von Jupiter herangeschobenen Teil des Staubschweifs verlassen, fliegt aber nicht immer durch das Feld der Kometen-Teilchen hindurch.
(Royal Astronomical Society, Sky& Telescope, 11.08.2016 - NPO)
 
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