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Mittwoch, 07.12.2016
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Panamakanal - bald in XXL?

„Nadelöhr“ des Welthandels wird erweitert

Containerschiff

Containerschiff

Rund 14.000 Schiffe passieren jährlich die betagten Schleusen des Panamakanals, eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Doch das „Nadelöhr“ zwischen Atlantik und Pazifik ist zunehmend zu klein für die immer größer werdenden Riesenschiffe. Eine neue, heftig umstrittene Großschleuse soll daher den alten Kanal bis 2015 fit für die Zukunft machen.

Beeindruckend sind die Visionen von Panamas Regierungschef Martin Torrijos: 55 Meter breit und 427 Meter lang sollen sie werden, die neuen Schleusensysteme auf beiden Seiten seines Landes. Selbst „Queen Mary 2“, eines der weltweit größten Passagierschiffe, könnte es sich in diesen gigantischen Becken problemlos bequem machen. Die Fläche von rund vier hintereinander gelegten Fußballfeldern bietet aber auch jede Menge Platz für Containergiganten und Superschiffe – so der Plan.

Jahrzehntelang orientierten sich die Reeder an den Maßen der Panama-Schleusen, um ja nicht mit einem zu großen Schiff den gefährlichen und langen Umweg um Kap Horn an der Südspitze Südamerika machen zu müssen. Mit der Ära der Containerschifffahrt und dem zunehmenden globalen Güterverkehr lohnt es sich jedoch inzwischen, immer größere Giganten zu bauen und damit die durchschnittlichen Transportkosten zu senken. Schätzungsweise 300 der so genannten „Post-Panamax“-Frachter sind derzeit schon auf den Weltmeeren unterwegs, in den nächsten fünf Jahren sollen noch einmal genauso viele hinzukommen.

Um sich fit für die Zukunft zu machen, soll die wirtschaftliche Lebensader Panamas daher modernisiert werden. Schließlich kann die Kanalgesellschaft für jedes geschleuste Riesenschiff weit über 100.000 Dollar Transitgebühren verlangen. Ein Geldhahn, der bei Nichtmodernisierung der fast einhundert Jahre alten Anlagen wohl bald nur noch tröpfeln würde. Fünf Milliarden Dollar soll die Investition in Panamas wirtschaftliche Zukunft kosten. Doch Kritiker warnen, dass die Baukosten ins Uferlose steigen und den Staat in den finanziellen Ruin treiben könnten. Umweltprobleme und die mögliche Verschärfung der Trinkwassersituation kommen hinzu.

Inhalt:

  1. Ein Politikum nimmt Gestalt an
    Volksabstimmung befürwortet den Ausbau
  2. Vom Atlantik zum Pazifik
    Mit dem Frachter durch den Kanal
  3. A man, a plan, a canal...
    Das Jahrhundertbauwerk Panamakanal
  4. Meeresgrund trifft Horizont
    Die Geburtsstunde Panamas
  5. Bedrohter “Garten Eden“
    Panamas Artenvielfalt unter Druck
  6. Landbrücke verursachte Klimawandel
    Wie die Hebung Mittelamerikas die Ozeanzirkulation veränderte
  7. Wann war was...
    Die Chronik des Kanalbaus
Jens Oppermann, Andreas Heitkamp
Stand: 28.10.2006
 
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