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Sonntag, 26.06.2016
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Rottete der Mensch die Mammuts aus?

Neue Erkenntnisse über das Leben in der Steinzeit

Für das Aussterben der Mammuts war nicht nur der Klimawandel, sondern doch auch der Mensch verantwortlich. Das berichtet die Zeitschrift „National Geographic Deutschland“ in der aktuellen Ausgabe. Wissenschaftler der Universität Michigan haben bei untersuchten Mammutzähnen häufig Spuren der Jagd nachgewiesen.
Mammut

Mammut

Zudem sind viele Tiere offenbar im Herbst gestorben, obwohl sie eigentlich nach der sommerlichen Weidesaison gesund und wenig anfällig für einen natürlichen Tod waren. Aber genau zu dieser Zeit mussten die Menschen ihre Fleischvorräte für den Winter anlegen.

Mensch und Klimawandel


Daher vermuten die Wissenschaftler, dass der Homo sapiens ebenso zum großen Artensterben beigetragen hat wie der Klimawandel. Seine Hauptwaffen sind wohl Wurflanzen mit messerscharfen Steinspitzen gewesen.

Auch die Tatsache, dass die Mammuts immer früher geschlechtsreif wurden, könnte eine Folge des Jagddrucks durch den Menschen gewesen sein. Andere Forschungen zeigen, dass die steinzeitlichen Jäger in der Lage waren, Fleisch zu konservieren. Offenbar legten die Jäger dafür Fleisch in Wasserlöcher, das dort von Bakterien der Gattung Lactobacillus besiedelt und konserviert wurde. Das Fleisch verströmte einen säuerlichen Geruch, blieb aber genießbar.


Klonen von Mammuts bald realistisch?


Untersuchungen an einem erst kürzlich gefundenen 40.000 Jahre alten Mammutbaby belegen, dass diese Tiere – wie die verwandten Elefanten auch – Exkremente ihrer Mütter aufnahmen, um ihren Darm mit bestimmten Bakterien zu versorgen. Diese brauchten sie zum Verdauen der pflanzlichen Nahrung, sobald sie nicht mehr gesäugt wurden.

Unterdessen dauert die Diskussion um das Klonen der Mammuts an. Bereits heute sind rund 70 Prozent des Mammuterbguts entschlüsselt. Einige Experten gehen deshalb davon aus, dass erfolgreiches Klonen damit nur noch eine Frage der Zeit ist. Als Leihmütter für Mammuts kämen Indische Elefanten in Frage.
(G+J/National Geographic Deutschland, 23.04.2009 - DLO)