| Handys als Zeitmaschine |
| Forscher stellen neue „Augmented Reality“(AR)-Technologie vor |
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Wer träumt nicht schon einmal davon, durch altertümliche Stätten zur Zeit ihrer höchsten Blüte zu wandern. Wäre es nicht wunderbar, das antike Olympia genauso erleben zu können wie die griechischen Athleten? Oder eine Expedition durch die Geschichte Berlins zu machen? Eine neue Entwicklung von Fraunhofer-Forschern, die sie jetzt auf der CeBIT in Hannover vorstellen, könnte diesen Wunsch schon bald für jeden erlebbar machen.
|  | Überblendung mit historischen Informationen © Fraunhofer IGD  | „Auf der Basis moderner internetfähiger Handys können wir jetzt Geschichte live erleben“, erklärt Michael Zöllner vom Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt.
Fenster in die Vergangenheit
Die neue „Augmented Reality“(AR)-Technologie ermöglicht es, sich direkt in der Geschichte zurückversetzen zu lassen. Die Software wird dazu auf einem handelsüblichen iPhone oder einem Ultra Mobile PC (UMPC) aufgespielt. Dessen Kamera dient als Medium, um in die Vergangenheit zu gelangen.
Das im Display angezeigte Bild einer gerade betrachteten Sehenswürdigkeit wird nahtlos mit historischen Fotografien und Erläuterungen überblendet. Diese erweiterten Realitäten zeigen die Entwicklung der kulturellen Stätte. Die AR-Technologie ermittelt hierfür die Position und Blickrichtung des Nutzers per Computer Vision.
Berlin als Beispiel
„In Anbetracht des 20. Jahrestages des Mauerfalls haben wir uns entschlossen, die AR-Technologie am Beispiel Berlins zu präsentieren“, erklärt Zöllner. Auf der diesjährigen CeBIT können Besucher die Stadtentwicklung Berlins von 1870 bis 2008 an einem Modell und großformatigen Postern des Reichstags und des Brandenburger Tors erleben.
„Schon bald könnten Touristen mit AR ihren persönlichen Historienführer dabei haben, der ihnen Geschichte durch überlagertes, historisches Bildmaterial veranschaulicht“, sagt Zöllner.
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| (idw - Fraunhofer-Gesellschaft, 02.03.2009 - DLO) |
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