Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Windkraft kann den Welt-Energiebedarf mehrfach decken
Aus Luftströmungen ließen sich 250 Terawatt Strom ohne Probleme erzeugen
Der Wind liefert genügen Energie, um den mehrfachen Bedarf unserer gesamten Zivilisation abzudecken. Selbst wenn man Windräder nur an Land und in küstennahen Meeresgebieten aufstellen würde, könnten diese weltweit 80 Terawatt Strom produzieren, bevor sie sich gegenseitig in die Quere kommen. Das haben US-amerikanische Forscher mit Hilfe eines neuen Modells errechnet. Dies sei sieben Mal mehr als der gesamte Energieverbrauch der Menschheit im Jahr 2030. Bereits vier Millionen Windräder der fünf Megawatt-Klasse würden ausreichen, um 7,5 Terawatt und damit weit mehr als die Hälfte des zukünftigen jährlichen Bedarfs abzudecken, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences". Ihre Simulationen entkräften zudem Befürchtungen, nach denen zu viele Windanlagen das Klima aufheizen könnten.
Bangui Windfarm, Ilocos Norte, Philippinen
Bangui Windfarm, Ilocos Norte, Philippinen
© John Ryan Cordova / CC BY-SA 2.0 Bangui Windfarm, Ilocos Norte, Philippinen
"Wir sagen nicht, dass man überall Windturbinen aufstellen soll, aber wir zeigen, dass es keine fundamentale Barriere gibt, die uns daran hindert, bis 2030 mindestens die Hälfte unserer Energie aus Wind zu gewinnen", schreiben Mark Jacobson von der Stanford University und Cristina Archer von der University of Delaware in Newark. 2030 wird der Welt-Energiebedarf nach Berechnungen der Forscher bei rund 11,5 Terawatt jährlich liegen.

Sättigungspotenzial ermittelt
Für ihre Berechnungen nutzten die Forscher ein globales Ozean-Atmosphäre-Land-Klimamodell, in das sie Windturbinen n verschiedenen Dichten und Verteilungen einsetzten. Damit ermittelten sie zunächst, wo das sogenannte Sättigungspotenzial einsetzt: Wann die Windräder so dicht stehen, dass sie sich gegenseitig den Wind wegnehmen. An diesem Punkt würde die Stromausbeute nicht mehr linear ansteigen, die Kosten wären dadurch höher als die Energieausbeute.

"Dieser Sättigungspunkt wird in der Luftschicht 100 Meter über dem Boden, erst bei mehr als 250 Terawatt erreicht, wenn Windanlagen sowohl an Land als auch im Ozean stehen", sagen die Forscher. Diese Luftschicht sei diejenige, die durch die heute üblichen großen Windräder beeinflusst werde. Würde man solche Turbinen nur an Land und in Küstennähe aufstellen, würde eine Sättigung bei 80 Terawatt jährlich erreicht - und damit noch immer weit mehr als dem globalen Bedarf.

Klimaerwärmung durch Windräder unwahrscheinlich
Auch die Befürchtung, dass zu viele Windanlagen das regionale und auch das globale Klima beeinflussen könnten, haben die Forscher untersucht. Zwei vorherige Studien hatten Hinweise darauf gefunden, dass Windanlagen Boden und Atmosphäre an ihrem Standort erwärmen und so den Klimawandel sogar vorantreiben könnten. Weil die Turbinen die Luftströmungen verändern und abbremsen, verdunstet weniger Wasser von der Erdoberfläche und verringert dadurch den Kühleffekt dieser Verdunstung.

Gleichzeitig aber sei Wasserdampf ein Treibhausgas, sagen die Forscher. Sinke daher die Verdunstung im Bereich einer Windanlage, könne dies auch eine abkühlende Wirkung haben. "In 15 von 16 Simulationen, in denen wir fünf mögliche Klimawirkungen der Windräder kombiniert haben, sank die globale Oberflächentemperatur bei hoher Anlagendichte", schreiben die Wissenschaftler. (doi:10.1073/pnas.1208993109)
Artikel drucken
Nach verwandten Themen suchen:
Energiebedarf, Energieversorgung, erneuerbare Energien, Windenergie, Windräder, Windturbinen, Luftströmung, Klimaerwärmung, Sättigungspotenzial
Weitere News zum Thema
Samstag gehen weltweit die Lichter aus (22.03.2013)
Am 23. März soll die "Earth Hour" ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen
Fettarme Diät macht langfristiges Abnehmen schwerer (27.06.2012)
Körper schaltet auf Sparflamme und verbrennt weniger Kalorien
Solarhelm liefert Strom beim Skifahren (24.01.2012)
Forschern gelingt Anpassung von dreidimensionalen Solarmodulen an die gekrümmte Fläche
Minispinne denkt mit den Beinen (20.12.2011)
Gehirn nimmt fast den gesamten Körper und einen Teil der Gliedmaßen ein
Jet Streams: Schneller Wind mit wenig Kraft (06.12.2011)
Strahlströme der oberen Atmosphäre liefern weniger erneuerbare Energie als bislang angenommen
Suche
Erweiterte Suche
Offizieller Partner
Wissenschaftsjahr 2013
DOSSIER: Sieht Deutschland bald alt aus?
Diaschauen zum Thema
Offshore-Windenergie
Aufwindkraftwerke
Ökostrom
Dossiers zum Thema
Erneuerbare Energien
Welche Zukunft haben die "Ressourcen der Zukunft"
Offshore-Windenergie
Sauberer Strom oder ökologisches „Eigentor“?
Schlanke Giganten
Vision Aufwindkraftwerk
Wie grün ist der „grüne“ Strom?
Ein ökologisches Vorzeigeprodukt in der Diskussion
Wie sauber sind die weißen Riesen?
Energiebilanzen von Windkraftanlagen
Windenergie
Die Kraft des Windes und ihre Nutzung
News des Tages
Windkraft kann den Welt-Energiebedarf mehrfach decken
Placebo-Effekt kann auch durch unbewusste Signale ausgelöst werden
Babys überflügeln Erwachsene beim Lernen sprachlicher Regeln
Tropische Beere hat das schillerndste Blau der Natur
Bücher zum Thema
Die grüne Revolution
Aubruch in ein neues Energiezeitalter von Marc Beise und Hans-Jürgen Jakobs (Herausgeber)
Erneuerbare Energie
von Thomas Bührke und Roland Wengenmayr
Erneuerbare Energien
Mit neuer Energie in die Zukunft von Sven Geitmann
Erneuerbare Energien und Alternative Kraftstoffe
Mit neuer Energie in die Zukunft von Sven Geitmann
Globale Umweltprobleme
Ursachen und Lösungsansätze von Eike Roth
Was sind die Energien des 21. Jahrhunderts?
Der Wettlauf um die Lagerstätten von Hermann-Josef Wagner
Öko
Al Gore, der neue Kühlschrank und ich von Peter Unfried
Top-Clicks der Woche
1. Ingenieur plant Stromspeicher am Meeresgrund
2. Ältestes Wasser der Erde entdeckt
3. Verblüffend naturgetreue Nanoblüten aus Kristallen
4. Eingeschleppter Käfer kämpft mit raffinierter Biowaffe
5. Neuer Weltrekord bei der Datenübertragung per Funk