Alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten bilden einen Bogen am Himmel Himmelschauspiel: Fünf Planeten auf einmal - scinexx | Das Wissensmagazin
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Alle mit bloßem Auge sichtbaren Planeten bilden einen Bogen am Himmel

Himmelschauspiel: Fünf Planeten auf einmal

Die fünf Planeten Merkur, Venus, Saturn, Jupiter und Mars bilden momentan einen großen Bogen am Himmel. © Sky & Telescope

Planetentreff am Himmel: Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt können wir in diesen Nächten fünf Planeten auf einmal sehen – und das mit bloßem Auge. Denn Merkur, Venus, Mars, Saturn und Jupiter geben sich frühmorgens am südlichen Himmel ein Stelldichein. Sie bilden dort einen langgestreckten Bogen. Noch bis Mitte Februar sind die fünf Planeten am Himmel sichtbar.

Dass gleich fünf Planeten nahe beieinander am Nachhimmel stehen, kommt im Durchschnitt zwei bis dreimal im Jahrzehnt vor. Doch nicht immer sind alle Beteiligten an diesem Rendezvous auch sichtbar, oft steht einer der Planeten zu dicht an der Sonne und versinkt daher in der Nacht unter dem Horizont. Das letzte sichtbare Treffen von Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn liegt daher schon gut zehn Jahre zurück. Im Dezember 2004 waren sie säuberlich aufgereiht am Morgenhimmel zu sehen.

Jetzt gibt es erneut eine Chance, diese Planeten-Parade zu beobachten. Denn die fünf Planeten stehen momentan in ihrer Umlaufbahn an Positionen, die sie von der Erde aus gesehen scheinbar zu engen Nachbarn machen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Konjunktion – die Planeten stehen von der Sonne aus betrachtet nicht in einer Linie -, stattdessen liegen ihre Positionen einfach nur in einem Himmelsbereich, wie Astronomen betonen.

Position der Planeten am 1. Februar 2016 und ihre Bewegungsrichtung. © Sky & Telescope

Ein weiter Bogen am Südhimmel

Am besten beobachten lässt die Planeten-Parade morgens vor Sonnenaufgang. Günstig ist ein dunkler Standort mit uneingeschränkter Sicht auf den südöstlichen Horizont. Am auffälligsten steht dort die helle Venus, die momentan als „Morgenstern“ leuchtet. Der schwer zu erkennende Merkur steht von ihr aus gesehen links unten dicht am Südost-Horizont.

Die restlichen drei Planeten, Saturn, Mars und Jupiter bilden einen weiten Bogen, der sich rechts von der Venus über den Himmel wölbt. Der Saturn steht dabei in der Nähe des rötlich leuchtenden Sterns Antares. Direkt im Süden folgt der Mars und hoch im Südwesten strahlt der helle Jupiter. Zusammen umfasst der Bogen aller fünf Planeten 110 Bogenminuten – mehr als die Hälfte des kompletten Himmels.

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Mond hilft beim Planetenfinden

Der abnehmende Mond kann in den nächsten Tagen dabei helfen, die Planeten aufzuspüren. Denn er wandert im Laufe der Zeit an allen Planeten vorbei. Am 27. und 28. Januar steht er in der Nähe des Jupiter, am 1. Februar am Mars, am Saturn am 3. Februar, am 5. Februar an der Venus und schließlich am 6. Februar in der Nähe des Merkur.

Dieses Treffen der fünf Planeten wird den gesamten restlichen Januar und noch bis 20. Februar anhalten. An besten sichtbar ist die Fünfer-Konstellation allerdings in den nächsten Tagen und in der ersten Februarwoche. Denn dann steht der ohnehin sehr lichtschwache Merkur noch am besten sichtbar. In jedem Falle benötigt man für das Schauspiel kein Teleskop, denn alle fünf sind mit bloßem Auge sichtbar.

(Sky & Telescope, 25.01.2016 – NPO)

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