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Donnerstag, 19.01.2017
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Rauchen macht dement

Alzheimer-Risiko für Raucher doppelt so groß

Raucher haben ein höheres Risiko an Alzheimer und anderen Demenzen zu erkranken als Nichtraucher oder Ex-Raucher. Das ergab eine jetzt in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlichte Studie niederländischer Forscher.
Demenzerkrankungen im Alter nehmen zu

Demenzerkrankungen im Alter nehmen zu

Die Wissenschaftler um Monique Breteler vom Erasmus Medical Center in Rotterdam beobachteten knapp 7.000 Probanden der Altersgruppe 55 Jahre und älter über sieben Jahre hinweg. Dabei zeigte sich, dass die Menschen, die während der Testperiode Raucher waren, mit 50 Prozent größerer Wahrscheinlichkeit zu den 706 Demenzfällen gehörten als die Nicht- und Ex-Raucher. Nach Ansicht der Forscher könnten mehrere Mechanismen für diesen Zusammenhang verantwortlich sein.

„Rauchen erhöht das Risiko für Erkrankungen der Gehirngefäße, diese wiederum stehen in Verbindung mit Demenz“, erklärt Breteler. „Andere Mechanismen könnten mit dem oxidativen Stress zusammen hängen. Denn dieser kann Zellen in den Blutgefäßen beschädigen und zu einer Verhärtung der Gehirnarterien führen. Bei Rauchern ist der oxidative Stress erhöht, ein Phänomen, dass auch bei Alzheimer beobachtet werden kann.“ Oxidativer Stress tritt dann auf, wenn es zu viele freie Radikale, sehr reaktionsfreudige Produkte chemischer Reaktionen, im Körper gibt.

Die Wissenschaftler untersuchten auch, wie das Rauchen sich auf Menschen auswirkt, die ohnehin ein Gen besaßen, das das Alzheimerrisiko erhöht. Überraschenderweise schienen die Menschen mit dem „Apolipoprotein E4”-Gen gefeit gegenüber der demenzfördernden Wirkung des Rauchens. Während Raucher ohne dieses Gen sogar ein 70 Prozent höheres Risiko besaßen, stieg die Häufigkeit bei den genetisch vorbelasteten Rauchern nicht stärker an als bei nichtrauchenden Genträgern.
(American Academy of Neurology, 04.09.2007 - NPO)
 
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