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Donnerstag, 19.01.2017
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Heißes Pflaster in Europas Städten

WWF Report zeigt Temperaturanstieg in europäischen Hauptstädten

Angesichts der regnerischen Wetterlage mag man es kaum glauben, doch die Durchschnittstemperatur Berlins ist in den Sommermonaten der letzten 30 Jahre um 1,2 Grad Celsius gestiegen. Ein neuer Report des WWF zeigt, dass die deutsche Hauptstadt damit voll im europäischen Trend liegt. In 13 von 16 untersuchten europäischen Hauptstädten stiegen die Temperaturen seit 1970 um ein Grad oder mehr.
Treibhausgasemissionen

Treibhausgasemissionen

Mit einem Plus von 2,2 Grad verzeichnete Madrid einen besonders starken Anstieg. Kopenhagen und Dublin wurden hingegen weitgehend von der „Hitzewelle“ verschont. Hier stieg das Quecksilber im Schnitt nur um 0,2 bzw. 0,7 Grad Celsius. Für den WWF sind die Daten ein weiteres Argument, die Klimaschutzanstrengungen zu verstärken.

„Insbesondere die Stromwirtschaft muss sich so schnell wie möglich von fossilen Energieträgern, insbesondere von der Kohle verabschieden“, betont Regine Günther vom WWF Deutschland. Aus den Schloten der Kraftwerke ströme derzeit weltweit mehr als ein Drittel der vom Menschen verursachten CO2 Treibhausgase. „Steigende Temperaturen bedeuten, dass sich der so genannte Traumsommer zum Alptraum entwickelt“, erläutert Regine Günther. Die Hitze verursache beispielsweise gravierende Gesundheitsprobleme gerade für ältere Menschen. So habe man während der Hitze im August 2003 im Großraum Köln eine Erhöhung der Sterbefälle um 16 Prozent registriert.

Klimaszenarien für verschiedene Regionen in Deutschland gehen davon aus, dass zum Beispiel die Sommer in Bayern noch heißer werden. Die Anzahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad, werden sich demnach bis 2050 verdoppeln. Milliardenschäden für Land- und Forstwirtschaft seien die Folge.


Die WWF-Studie verdeutlicht, dass ein entschiedenes Handeln der europäischen Regierungschefs zum Schutz ihrer Bevölkerung gefordert sei. Die Ausgestaltung der nächsten Nationalen Allokationspläne im Rahmen des europäischen Emissionshandels sei die Nagelprobe, ob man der zunehmenden Gefahr des Klimawandels etwas entgegen setze.

Grundlage für die WWF-Analyse war für fünf Städte das langjährige Mittel der Tageshöchsttemperaturen. Für die übrigen elf Städte lagen diese Werte nicht vor. Hier legte man die Durchschnittstemperaturen von Juni bis September zugrunde. Die Tendenz war in allen Fällen gleich: Der Trend geht nach oben.
(WWF, 12.08.2005 - DLO)
 
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