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Dienstag, 25.07.2017
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Fische: 450 Millionen Jahre altes Missing-Link entdeckt

Forscher finden älteste Fischfossilien Afrikas

Britische Wissenschaftler haben in Afrika acht bisher unbekannte 450 Millionen Jahre alte Fischfossilien entdeckt. Damit sind diese Funde rund 50 Millionen Jahre älter als alle bisher bekannten auf dem afrikanischen Kontinent. Sie bilden gleichzeitig ein Missing-link zwischen den frühesten afrikanischen und den weltweit ältesten Fischfossilien.
Fischschwarm

Fischschwarm

Forscher der Universität von Leicester und der Universität von Stellenbosch in Südafrika entdeckten die Fossilien in den Cedarberg Bergen nahe Clanwilliam in Südafrika. Sie repräsentieren das evolutionäre Stadium, in denen die Fische noch kein ausgebildetes Skelett hatten.

Nach Ansicht von Professor Richard Aldridge, Geologe an der Universität von Leicester und Koleiter der Expedition, gehören diese Funde zu den aufregendsten und bedeutsamsten, die auf dem afrikanischen Kontinent entdeckt worden sind. „Diese spannenden Fossilien helfen, ein ‚Missing-link’ in der Evolutionsgeschichte der frühen Fische zu füllen. Sie sind komplett neu für die Wissenschaft und wir müssen sie jetzt erst einmal beschreiben und ihnen einen wissenschaftlichen Namen geben“, erklärt der Forscher.

“Viele werden sich wundern, woher wir überhaupt wissen, dass diese Fossilien Fische sind, wenn wir doch gar keine Knochen haben, anhand derer wir sie identifizieren können”, so Aldridge. „Die Antwort ist, dass die gute Konservierung im Gestein es möglich macht, die Augen, Schuppen und sogar die Leber der Tiere zu erkennen. Die Eindrücke der Schuppen sind sehr schwach, aber auch sehr klar und diagnostisch. Diese Fische stammen aus einer Zeit, in der in Afrika eine Eiszeit herrschte und bevor die Tiere das Land erobert hatten. Sie lebten in einem flachen Meer, das von Schmelzwasser der tauenden Gletscher gespeist wurde.

Das erste, unvollständige Exemplar wurde bereits 1994 entdeckt, gerade als die ersten Wahlen in Südafrika stattfanden. Folglich erhielt es den Spitznamen „Nelson“. In den elf Jahren, die folgten, waren die Forscher jedoch weniger erfolgreich – sie fanden nichts Neues mehr. Erst in diesem Jahr zogen sie das große Los und entdeckten sieben zusätzliche Exemplare auf einmal.
(University of Leicester, 28.04.2005 - NPO)
 
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