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Montag, 24.07.2017
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Gene für chronische Schmerzen identifiziert

Bald neue Therapien zur Schmerzbekämpfung?

Neue Einblicke in die Ursachen für chronische Schmerzen hat jetzt ein internationales Forscherteam gewonnen. Danach beruhen diese offenbar auf einer nachweisbaren Umprogrammierung von über 2.000 Genen im peripheren Nervensystem.
Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Die Forscher der Technischen Hochschule (TH) Wildau und ihre Kollegen von der Mayo Klinik in Rochester, USA, hoffen, mit diesen Erkenntnissen eines Tages zu einer medikamentösen Therapie zu gelangen, in der die Schmerzen durch gezielte Korrektur der Aktivität spezifischer Gene bekämpft werden können.

Jeder fünfte Deutsche betroffen


Laut der Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes ist nahezu jeder fünfte Deutsche von chronischen Schmerzen betroffen. Diese besondere Form von Schmerzen kann ohne jeden erkennbaren Grund auftreten und ist häufig mit den derzeit verfügbaren Therapien nicht effektiv zu behandeln. Die Lebensqualität chronischer Schmerzpatienten ist deshalb stark beeinträchtigt. Zudem verursacht dieses Krankheitsbild bis zu 25 Milliarden Euro Gesundheitskosten pro Jahr.

Leistungsfähige Algorithmen sorgen für …


Das Forscherteam der TH Wildau um Professor Dr. Peter Beyerlein hat nun in seiner neuen Studie hochleistungsfähige Algorithmen entwickelt, um 10,48 Milliarden RNA Sequenzen zu untersuchen und das komplizierte Genompuzzle der verdächtigen Neuronen zu rekonstruieren.


Partner sind die Mayo Klinik, wo vorab Experimente im Nasslabor durchgeführt wurden, um die zu untersuchenden RNA-Moleküle zu extrahieren, und die Illumina Inc., USA, deren neue Sequenziertechnologie eine Digitalisierung der RNA ermöglichte.

… überraschende Ergebnisse


Nach Transfer der Massendaten zur Auswertung nach Wildau brachten intelligente Mustererkennungsverfahren eine Reihe von Überraschungen. So fanden die Forscher unter anderem 10.465 neue Exons - spezielle Teile des Gens - und 421 neue Gene.

„Wir konnten tiefer in das Universum der zellulären Prozesse blicken, als jemals zuvor. Es ist faszinierend, mit welcher Präzision mathematisches Denken, so wie wir es unseren Studierenden lehren, helfen kann, das interne Leben einer Zelle zu enthüllen“, sagt Beyerlein.
(idw - Technische Hochschule Wildau, 07.05.2010 - DLO)
 
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