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Freitag, 10.02.2012
Tumor durchs Telefonieren?
Noch immer keine Klarheit...

Während über die Bedeutung der DNA-Studie noch immer gestritten wurde, sorgte 1997 schon die nächste Meldung für Aufsehen: Australische Forscher bestrahlten 18 Monate lang Mäuse eines besonders krebsanfälligen Stamms mit einer Strahlendosis, die dem von digitalen Mobiltelefonen entsprach.

Versuchstier Maus 
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© IMSI MasterClips
Weder die Wissenschaftler selbst, noch der Koordinator der Studie, der WHO-Beauftragte Michael Repacholi, erwarteten sich davon besonders aufregende Ergebnisse, doch sie täuschten sich gewaltig: Nach Ende des Versuchs entwickelten die bestrahlten Mäuse mehr als doppelt so häufig Lymphtumore wie die unbestrahlte Kontrollgruppe.

Hatte man endlich einen stichhaltigen Beweis für die krebserzeugende Wirkung von Handystrahlung gefunden? Endgültige Klarheit konnte auch hier wieder nur die Reproduktion der Ergebnisse schaffen. Doch seither haben dies bereits drei andere Forscherteams versucht und sind gescheitert, ihre Tests bestätigten die Werte der australischen Forscher nicht.

Die WHO will mit einer endgültigen Aussage zum Thema Krebs und Handys warten, bis ein neuer Test der australischen Forschergruppe abgeschlossen ist. Repacholi dazu: "Wenn sie das Ergebnis von 1997 nicht wiederholen, wäre das ein glückliches Ende dieser Affäre." In ihrem offiziellen Bericht von 1999 betont die WHO zwar, dass "Strahlung von Mobiltelefonen und ihren Basisstationen wahrscheinlich keinen Krebs auslöst oder fördert.", zitiert aber gleichzeitig die Ergebnisse der 97er Studie und weist auf noch andauernde Untersuchungen hin.

Das große Problem - nicht nur der WHO - ist die Tatsache, dass auch mit noch so vielen Daten, die gegen eine krebserzeugende Wirkung sprechen, niemals 100-prozentige Sicherheit herrschen kann. John Moulder, Strahlenbiologe des Medizinischen College von Wisconsin dazu: "Es gibt keine Methode, mit der man prüfen könnte, das etwas garantiert keinen Krebs auslöst. Wenn man oft genug vergeblich versucht hat, einen positiven Zusammenhang nachzuweisen, entscheidet man einfach irgendwann, dass es wohl ungefährlich sei muss."

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