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Dienstag, 28.03.2017
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Explosion per Spezial-Apparatur

Staubexplosionen im Unterricht einfacher realisiert

Es ist also nicht pauschal zu sagen, dass es besser oder schlechter ist, mit original-nahen oder original-fernen Modellsubstanzen zu arbeiten. Eine original-ferne Substanz könnte eher den Konzepterwerb fördern. Eine original-nahe Substanz kann helfen, ein spezielles Ereignis zu verstehen. Abhängig vom Unterrichtskontext kann beides nützlich sein.

Mit der neuen Bochumer Apparatur lassen sich Staubexplosionen im Chemieunterricht zuverlässig durchführen.

Apparatur für den Unterricht


Die Forscher wollen deshalb kein Konzept vorschlagen, wie diese Erkenntnisse in den Unterricht einzubetten sind. Katrin Sommer erklärt: "Die Expertise ist bei den Lehrkräften aufgrund der Erfahrung vorhanden. Wir möchten die Lehrer dafür sensibilisieren, sich zu überlegen, was sie mit ihrem Modellexperiment erreichen wollen."

Dafür stellt das RUB-Team aus der Didaktik der Chemie etwas anderes Nützliches für den Unterricht bereit. Henning Steff entwickelte gemeinsam mit Kollege Thomas Philipp Schröder eine Apparatur, mit der sich die Staubexplosion zuverlässig durchführen lässt – mit verschiedenen Zündquellen und verschiedenen Substanzen. Ob Weizenmehl, Toner oder Farbpulver, die Bochumer Apparatur bringt alles zur Explosion.

Bastel-Workshop mit Lehrern


In einer Art Bastel-Workshop an fünf verschiedenen Orten in NRW haben Schröder und Steff ihre Erfindung bereits in die Praxis gebracht. Unterstützt vom Landesverband Nordrhein-Westfalen im Verband der Chemischen Industrie bauten sie die Apparatur mit hundert Lehrerinnen und Lehrern nach. Nun kann die Staubexplosion an vielen nordrhein-westfälischen Schulen problemlos mit beliebigen Substanzen gezeigt werden.

Auch die Forschung zu den Modellexperimenten wird weitergehen. Christina Toschka konzipiert bereits neue Studien, die sich mit der Wahrnehmung von strukturellen Ähnlichkeiten zwischen Modellexperiment und Original beschäftigen. "Natürlich haben wir derzeit nur ein erstes kleines Forschungsergebnis vorliegen", sagt Sommer. "Es ist ein sehr weites Feld. Aber irgendwo muss man ja anfangen."
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Julia Weiler, Ruhr-Universität Bochum/ RUBIN
Stand: 06.01.2017
 
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