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Sonntag, 22.04.2018
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Wie Riechzellen „ticken“

Protein-Inventur in den Cilien

Um mehr darüber zu erfahren, wie eine Riechzelle arbeitet, haben die Forscher des Interdisziplinären Zentrums für Neurowissenschaften der Universität Heidelberg zunächst Inventur gemacht und festgestellt, welche Proteine eigentlich in den Cilien vorhanden sind. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern des proteinanalytischen Zentrallabors im Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg haben sie nicht nur untersucht, welche Proteine sich in den Cilien finden lassen, sondern auch, welche Rolle sie während des Transduktionsprozesses spielen.

Riechzellen sind klein

Riechzellen sind klein

Kompliziertes Protein-Netzwerk


Dabei ist ein kompliziertes Netzwerk von mehreren hundert Proteinen zu Tage getreten. Sie alle sind an der Feinregulation der Signaltransduktion beteiligt. Darüber hinaus haben die Forscher in den Cilien eine Reihe von Proteinen gefunden, die Schadstoffe aus der Atemluft unschädlich machen. Solche „Biotransformations-Proteine“ brauchen Riechzellen, um in ihrer ungeschützten Lage an der Körperoberfläche wenigstens einige Wochen lang überleben zu können.

Die Cilien der Riechzellen, das zeigen die Untersuchungen der Heidelberger Wissenschaftler, sind hoch spezialisierte Organellen, die fähig sind, chemische Reize in elektrische Signale umzuwandeln.

Doch welche Proteine genau sind es, die das sensorische Signal verarbeiten? Die Forscher versuchen diese Frage zu beantworten, indem sie alle beteiligten Proteine identifizieren und anschließend herausfinden, wie sich diese Proteine gegenseitig kontrollieren. Dieser biochemische Ansatz führt zu immer detaillierteren molekularen Funktionsmodellen, anhand derer man die Vorgänge in den Cilien aufschlüsseln kann.
Professor Dr. Stephan Frings / Forschungsmagazin „Ruperto Carola“ der Universität Heidelberg
Stand: 30.04.2009
 
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