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Freitag, 10.02.2012
Innovation durch Vernetzung
Wie intelligent sind die Häuser der Zukunft?

Eine ganze Reihe von Firmen preist inzwischen ihre neue Generation von intelligenten Haushaltsgeräten und Systemen an, mit deren Hilfe von der Küche bis zum Schlafzimmer, vom Wecker bis zur Heizdecke kein Raum oder keine Funktion mehr unvernetzt bleibt. Doch sind die "Smart Appliances" wirklich "intelligent" oder wird hier einem kaum veränderten Fundus von Haushaltsgeräten einfach ein neues, nicht grundsätzlich anderes Kleid verpasst?

 
"Intelligente" Spülmaschine
© Siemens
Nach Ansicht von Ken Larson vom Massachussetts Institute of Technology (MIT) hängt die Antwort darauf von den jeweiligen Geräten und vor allem von ihrer jeweiligen Infrastruktur ab. "Es stellt sich die Frage, ob die Geräte mit diesen neu eingebauten Gimmicks wirklich effektiver sind und echte neue Funktionen aufweisen", erklärt der an einem Projekt zur Erforschung der "Home of the Future"-Technologie beteiligte Wissenschaftler.

Allerdings sehen andere, wie beispielsweise das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BIS), auch weniger den Mehrgewinn durch die Zusatzleistungen der Einzelgeräte, als vielmehr in ihrem Zusammenwirken: Als „intelligente“, integrierte Gebäudesysteme (IGS) gelten daher die Anwendungen, die sowohl Hard- und Software als auch externe Dienste wie beispielsweise das Internet miteinander verbinden und funktionell verzahnen. Erst die Zusammenfassung der von allen Geräten und Komponenten gebotenen Funktionen erlaubt die Realisierung neuer Dienste und Dienstleistungen, so die Erwartung. Mit ihrer Hilfe kann das Leben in Gebäuden komfortabler, sicherer und einfacher gestaltet werden.

Als Neuerung gelten beispielsweise vernetzte Gebäudesysteme mit der „Lizenz zum An- oder Abschalten“. Sie erfassen über Sensoren oder andere Messsysteme die Veränderung bestimmter Parameter im Haus. Über ihre Vernetzung könne sie dann direkt entweder eine Reaktion angeschlossener Geräte veranlassen oder aber über das Internet oder Handy Alarm schlagen.

So kann beispielsweise der Feuchtigkeitssensor im Keller, der bei Anschlag automatisch die Strom- und Wasserzufuhr zur Wasch- oder Spülmaschine unterbricht, weitreichendere Schäden verhindern. Und auch ein Rauch- oder Kohlenmonoxidmelder, der mit dem Internet verbunden ist, ist ein Fortschritt gegenüber einem nur lokalen Gerät, weil dann entweder die Meldung direkt an die Feuerwehr oder aber an die gerade abwesenden Bewohner weitergeleitet werden kann.

Genau in diesem Gebiet sehen auch aktuelle Studien einen der Haupttrends für die „intelligenten“ Häuser der Zukunft: Mit zunehmender Verbesserung und Verbreitung von Breitbandzugängen zum Netz und mobilen Standards wie Bluetooth oder GSM wird der Datenaustausch sowohl von Geräten untereinander als auch mit dem Internet erleichtert – theoretisch. Doch diese schöne neue Datenwelt hat, zumindest bisher, noch einige Haken…

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