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Längst wird nicht nur in Norwegen nach weiteren geeigneten CO2-Lagerstätten im Untergrund Ausschau gehalten, sondern fast weltweit. Selbst in Australien machen sich Wissenschaftler inzwischen auf die Suche nach vielversprechenden „CO2-sinks“: Simon Lang, Koordinator eines eine Million Dollar schweren Forschungsprojekts beschreibt das Ziel so: „Die Idee ist es, Orte zu finden, wo wir hunderte von Millionen Tonnen CO2 für viele Jahre unterbringen können. Denn das könnte sich als eine der wenigen Möglichkeiten herausstellen, die Emissionen schnell und stark genug zu senken.“
Neben den salinen Aquiferen richtet sich das Augenmerk der Geologen vor allem auf Lagerstätten von fossilen Brennstoffen. Als besonders vielversprechend, weil mit lukrativem Nebeneffekt, könnte sich dabei die Nutzung von Ölfeldern erweisen.
 | | Prinzip des Enhanced Oil Recovery © GFZ/MMCD | Wenn das Öl in einem Reservoir zur Neige geht, reichen die normalen Fördermethoden nicht mehr aus, um den Ölrest zu gewinnen. Deshalb setzen Ölkonzerne die Technik des „Enhanced Oil Recovery“ ein. Dabei wird ein Gasgemisch, oft auch CO2, in das Ölreservoir gepumpt, der Druck im Inneren steigt und drückt das Restöl an die Oberfläche. Allein die USA pumpen dafür bereits jetzt jährlich 32 Millionen Tonnen Kohlendioxid in den Untergrund, weltweit sind es sogar 31 Millionen Tonnen pro Tag. Da diese Technologie schon seit den 1970er Jahren eingesetzt wird, ist sie erprobt und bewährt. Die Gewinne durch die Ölförderung tragen zudem dazu bei, die Nettokosten für das Verfahren zu senken.
Ein Nachteil in Bezug auf die langfristige CO2-Speicherung ist allerdings, dass ein Teil des Kohlendioxids bei der Ölförderung wieder mit an die Oberfläche gelangt und hier abgetrennt und reinjiziert werden müsste. Experten schätzen die durchschnittliche Speicherdauer zudem auf nur einige Jahrzehnte und die Kapazität weltweit mit nur 20 bis 65 Gigatonnen Kohlenstoff als eher gering ein.
Besser, wenngleich ohne die zusätzliche Einnahmequelle durch das Enhanced Oil Recovery, sieht es für erschöpfte Ölfelder aus. Hier geht beispielsweise das IPCC von einer weltweiten Kapazität von mindestens 100 Gigatonnen und durchschnittlichen Lagerzeiten von hunderttausenden von Jahren aus. Ein Nachteil sowohl der aktiven als auch der erschöpften Ölfelder ist ihre Lage: Die meisten Ölfelder befinden sich fernab von Kohlendioxid produzierenden Kraftwerken oder Industrieanlagen, so dass der Transport relativ aufwendig und teuer wäre.
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