Der Large Hadron Collider ist nicht nur die größte und leistungsstärkste Maschine der Welt, er erzeugt auch Bedingungen, wie sie noch niemals zuvor auf der Erde geherrscht haben. Für die Wissenschaft eine gewaltige Chance und ein Meilenstein, weckt die gigantische Teilchenschleuder bei einigen Menschen jedoch auch Ängste.
Als am 10.September 2008 der erste Protonenstrahl durch den Ring des Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Teilchenphysikzentrum CERN raste, war er der schnellste, den es auf der Welt jemals gab. 27 Kilometer lang ist die tief unter der schweizerisch-französischen Grenze liegende „Rennbahn“ für Protonen und Schwerionen, mit fast Lichtgeschwindigkeit schleudert er sie aufeinander.
Diese gewaltigen Kollisionen sind Fokus aller Hoffnungen und auch Ängste, die der LHC weckt. Denn in ihnen entstehen auf allerkleinstem Raum Energien, Temperaturen und Druckverhältnisse, wie es sie seit dem Urknall im Universum nicht mehr gegeben hat. Sie erst ermöglichen den Einblick in noch unbekannte, allen bisherigen Methoden und Technologien verschlossene Bereiche der Materie und des Kosmos. |