Verdacht bestätigt: Der Tyrannosaurus rex schreckte offenbar auch vor Artgenossen als Futter nicht zurück. Ein fossiles Beweisstück für diesen Kannibalismus haben US-Forscher nun entdeckt: Es legt nahe, dass dort ein Tyrannosaurier an einem anderen genagt hat. Dieser Räuber muss ein wahrer Gigant gewesen sein – und ein anderer Täter kommt am Ort des Geschehens nicht in Frage, meinen die Paläontologen.
Im Verdacht stand der König der Raubsaurier bereits, nun haben Paläontologen ein konkretes Beweisstück für den Kannibalismus bei Tyrannosaurus rex entdeckt: Sie fanden charakteristische Zahnspuren an einem T. rex-Knochen, die nahelegen, dass ein Artgenosse einst an ihm genagt hat. Andere Raubsaurier kommen kaum als Täter in Frage, da es Funden zufolge vor etwa 65 Millionen Jahren am Ort des Geschehens wohl nur Tyrannosaurier gab.
Der Tyrannosaurus rex genießt besonderen Respekt unter den Dinosauriern: Der wahrscheinlich größte Fleischfresser der Kreidezeit gilt oft als wahre Jagd- und Mordmaschine. Über seine genauen Ernährungsgewohnheiten spekulieren Forscher jedoch: Fraß der Raubsaurier bevorzugt Jungtiere und möglicherweise gar Artgenossen?
Tiefe Nagespuren im Knochen
Bereits Anfang dieses Jahres berichteten Paläontologen über Hinweise von Kannibalismus bei Raubsauriern. Bei dem Fossil mit Fraßspuren handelte es sich allerdings nicht um einen T. rex sondern um einen Daspletosaurus – einem kleineren Vertreter aus der Familie der Tyrannosauridae. Nun konzentriert sich der Blick der Forscher auf dessen berühmt-berüchtigten Cousin – den über zwölf Meter langen und bis zu etwa sieben Tonnen schweren T. rex.












