Mit OMI auf Manganknollenjagd - scinexx | Das Wissensmagazin
Anzeige
Anzeige

Lohnt sich der Tiefseebergbau?

Mit OMI auf Manganknollenjagd

Ein funktionierendes Tiefseebergbau-Konzept besteht fast in jedem Projekt aus einem wie auch immer gearteten Knollensammler am Meeresboden, einem Förderschiff oder einer Förderplattform und zahlreichen Transportschiffen, die die Rohstoffe schließlich zum Zielhafen bringen sollen.

Manganknollen soweit das Auge reicht? © S. Beaulieu, funded by NSF #OCE-0002223

Erste Abbautests der Ocean Management Incorporation (OMI) unter Leitung der ehemaligen PREUSSAG (heute TUI) im Jahr 1978 im Pazifischen Ozean brachten rund 800 Tonnen an Manganknollen ans Tageslicht. Ein ähnliches Projekt wenige Monate später förderte ebenfalls im Stillen Ozean immerhin rund 500 Tonnen des wertvollen Materials nach oben.

Die Standorte für die Probeläufe in Sachen Tiefseebergbau waren mit Bedacht ausgewählt, denn Manganknolle ist nicht gleich Manganknolle. Je nachdem, wo und unter welchen Umweltbedingungen sie in der Tiefsee im Laufe der Zeit heranwachsen, unterscheiden sich die metallhaltigen Klumpen in ihrer chemischen Zusammensetzung enorm. Auch die Anzahl der Knollen, die auf dem Boden verstreut lagen, erwies sich schnell als sehr uneinheitlich.

Für die Rohstoffsucher war ein Abbau aber nur dann lukrativ, wenn sich in den Manganknollen genug Kupfer, Nickel oder Kobalt verbarg und mindestens fünf bis zehn Kilogramm von den Klumpen auf einem Quadratmeter lagerten. Dies war in den pazifischen Testgebieten der Fall.

Wissenschaftler wie Jacek A. Jankowski und Professor Werner Zielke vom Institut für Strömungsmechanik der Universität Hannover errechneten, dass eine Förderung von mindestens 5.000 Tonnen pro Tag und Schatzsuchereinheit (Schiff/Plattform und Raupenfahrzeug mit Sammler) nötig sei, um keine Verluste einzufahren. Um diese Menge an Knollen einzusammeln, hätte täglich ein Quadratkilometer Ozeanboden abgegrast werden müssen.

Anzeige

Dieser enorme Flächenbedarf und die damit verbunden Folgen für die Tiefseeumwelt riefen jedoch schnell Wissenschaftler und Umweltschützer auf den Plan.

  1. zurück
  2. |
  3. 1
  4. |
  5. 2
  6. |
  7. 3
  8. |
  9. 4
  10. |
  11. 5
  12. |
  13. 6
  14. |
  15. 7
  16. |
  17. 8
  18. |
  19. 9
  20. |
  21. 10
  22. |
  23. 11
  24. |
  25. 12
  26. |
  27. 13
  28. |
  29. weiter


Stand: 19.08.2005

Anzeige

In den Schlagzeilen

Inhalt des Dossiers

Geheimnisvolle Manganknollen
Rohstoffjagd in Neptuns Reich

Überblick
Das wichtigste in Kürze

"Sprudelnde Quelle" für Rohstoffe?
Der Hype um die Manganknollen

Viel mehr als nur Mangan...
Ein Steckbrief der Tiefseeknollen

Mangan, Kobalt & Nickel
Die Bedeutung der Knollenrohstoffe

Mit "Kartofeelrodern" in die Tiefsee
Der Abbau der Knollen

Mit OMI auf Manganknollenjagd
Lohnt sich der Tiefseebergbau?

Tiefsee in Gefahr
TUSCH untersucht Auswirkungen der Knollenernte

Gibt es ein Leben nach dem Tiefseebergbau?
DISCOL simuliert Folgen des Manganknollenabbaus

Wolken in der Tiefsee
Lokaler Abbau – globale Folgen?

Neuer Boom oder ewige Flaute?
Der Tiefseebergbau steckt noch in den Kinderschuhen

Ein Grundgesetz für die Ozeane
Manganknollen als „gemeinsames Erbe der Menschheit“

Abbau möglich, aber unwirtschaftlich
Ein Interview

Diaschauen zum Thema

keine Diaschauen verknüpft

News zum Thema

Manganknollen im Visier der Forscher
Tiefsee-Ressourcen könnten Buntmetallversorgung der Zukunft sichern

Dossiers zum Thema

Diamanten - Hochkarätiges aus dem Bauch der Erde

Anzeige
Anzeige