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Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bundesregierung stärkt Mikroelektronik

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat ein neues Rahmenprogramm der Bundesregierung zur Förderung von Forschung und Innovation in der Mikroelektronik angekündigt. Das Programm soll durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit weiteren Ressorts bis Ende des Jahres erarbeitet werden und mit einem Volumen von 400 Millionen Euro bis 2020 ausgestattet sein.

Bundesforschungsministerin Wanka sagte: „Deutschland ist stark in der Mikroelektronik. Das hat uns der heutige Besuch hier in Dresden ganz klar vor Augen geführt. Die Konkurrenz schläft aber nicht und die Digitalisierung schreitet schnell voran. Deshalb müssen wir unsere Forschung, aber auch gute Rahmenbedingungen für Investitionen gemeinsam weiter ausbauen.“

Die Mikroelektronik sei insbesondere für die Vernetzung von Produktion und Internet eine entscheidende Voraussetzung. „Wer Industrie 4.0 fördern will, braucht starke Chips. Ohne Sensoren sind Roboter „blind“. Die Sensoren sind die Quelle der Daten, über die wir bei Industrie 4.0 und Smart Services immer reden“, so Wanka.

Mikroelektronik ist in Europa insgesamt verantwortlich für 200.000 direkte und mehr als 1 Million indirekte Arbeitsplätze. Viele Wertschöpfungsketten reichen heute über Landesgrenzen hinweg, daher sind europäische Kooperationen für viele deutsche und in Deutschland ansässige Chip-Hersteller ebenso wichtig wie die Zusammenarbeit am Standort.

Viele Unternehmen sind heute in der Entwicklung neuer Produkte darauf angewiesen, dass sie leistungsfähige und energieeffiziente Chips entwerfen, herstellen und beziehen können. Über 80 Prozent der Innovationen in der Automobilindustrie sind durch die Mikroelektronik geprägt. Schon heute steuern Chips zahlreiche Fahrerassistenzsysteme, mit dem automatisierten Fahren wird der Bedarf noch steigen. In der vernetzten Produktion erfassen und verarbeiten Sensoren und andere mikroelektronische Bauteile Daten, die zur Flexibilisierung und Optimierung der Produktion notwendig sind. Spezielle Sicherheitschips können dort, aber auch bei Privatanwendern, den Schutz von wichtigen Daten gewährleisten.

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(Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 15.07.2015 – NPO)

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