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Samstag, 16.12.2017
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Ab jetzt lebt die Menschheit ökologisch „auf Pump“

Natürliche Ressourcen für 2007 bereits jetzt verbraucht

Die jährlich weltweit zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen reichen nicht mehr aus, um den globalen Verbrauch zu decken. Seit dem 06. Oktober 2007 sind alle Ressourcen, die unser Planet in diesem Jahr reproduzieren kann, bereits vollständig verbraucht. Ab jetzt leben wir quasi „auf Pump“ – auf Kosten der Natur. Den Zeitpunkt des in jedem Jahr früher liegenden „ökologischen Schuldentages“ haben amerikanische Wissenschafter errechnet.
Planet Erde - unser Lebensraum

Planet Erde - unser Lebensraum

Mit dem "Ökologischen Fußabdruck" lässt sich der Bedarf des Menschen an Ernährung, Konsum sowie Energie und seine Auswirkungen auf die Umwelt erfassen. Die Größe des Fußabdrucks entspricht der Fläche, die benötigt wird, um Rohstoffe zu reproduzieren und Schadstoffe abzubauen. Vergleicht man den Fußabdruck mit der weltweiten Fähigkeit der Ökosysteme, Ressourcen zu erneuern und Abfälle aufzunehmen, ergibt sich das Datum des "Ökologischen Schuldentages". Er wird alljährlich von Wissenschaftlern des in Kalifornien ansässigen "Global Footprint Networks" und der Londoner "New Economic Foundation" errechnet. Sie verarbeiteten eine Fülle von Daten, die ihnen UNO und FAO zur Verfügung stellten.

Schuldentag immer früher erreicht


Beim Vergleich mit früheren Jahren stellten sie fest, dass der Ökologische Schuldentag immer früher eintritt. Vor 20 Jahren fiel er noch auf den 19. Dezember. Die Phase des Raubbaus wird damit jährlich länger. Sie geht auf das Konto lediglich eines Viertels der Weltbevölkerung. Denn in Mitteleuropa merken wir zwar noch recht wenig von den Wirkungen des globalen Raubbaus, doch wie die Ökologen betonen, ist es erst der übermäßige Konsum der Industrieländer, der den Overshoot verursache.

„Die Menschheit lebt von ihrer ökologischen Kreditkarte”, sagt Dr. Mathis Wackernagel, Geschäftsführer des Global Footprint Network, “Wenn man mehr Geld ausgibt, als man auf der Bank hat führt das zu finanzieller Verschuldung. Wir leben im ‚Overshoot’, dem Raubbau an der Natur. Wir konsumieren mehr als tatsächlich zur Verfügung steht und häufen damit ökologische Schulden an. Das klappt für eine kurze Zeit, lässt jedoch Müllberge anwachsen und führt zur Abnutzung einzigartiger Ressourcen von denen unsere Wirtschaftsweise abhängig ist.”


„Heute beuten wir in neun Monaten aus, was die Erde in einem Jahr wiederherstellen kann. Trotzdem leben drei Viertel der Menschheit noch in äußerst bescheidenen, oft menschenunwürdigen Verhältnissen", betont Andree Böhling, Energieexperte von Greenpeace. „Wir müssen unsere Wirtschaftsweise ändern. Wir leben in einer begrenzten Welt und unser Lebensstil und unsere Wirtschaft müssen sich danach richten. Wir brauchen Konzepte für eine global faire Ökonomie."
(Greenpeace, 08.10.2007 - NPO)
 
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