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Montag, 25.09.2017
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Hitzestress in der Stadt erforscht

„KLIMES“ analysiert die Folgen des Klimawandels und den Einfluss auf das Wohlbefinden

Die zunehmenden extremen Hitzeperioden im Sommer bekommen vor allem die Menschen in Ballungsräumen zu spüren. Da die erhöhte Wärmebelastung die Lebensqualität dauerhaft einschränkt, untersuchen nun Wissenschaftler im neuen Verbundprojekts KLIMES den thermischen Komfort in Innenstädten und Stadtquartieren. Ziel ist es, die städtebaulichen und planerischen Aufgaben in unserer Klimaregion an die Anforderungen der Zukunft anzupassen.
Sonnenlicht als Klimafaktor

Sonnenlicht als Klimafaktor

„Die negativen Auswirkungen des Klimawandels werden vor allem in Verdichtungsräumen wie dem Ruhrgebiet zu spüren sein“, sagt PD Dr. Michael Bruse von der Arbeitsgruppe Geomatik am Geographischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. „Die zunehmend dichtere Bebauung von Städten und Verkehrsflächen reduziert den Austausch von Luftmassen.“ Das Ergebnis ist ein ganzjähriger Wärmeüberschuss, der so genannte Wärme-Inseleffekt, der sich zunehmend verschärft. „Insbesondere im Sommer verursacht dies erhöhte Wärmebelastungen für den Menschen und schränkt die Lebensqualität erheblich ein“, so Bruse. Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden und Gesundheit von Menschen in Städten werden zukünftig häufiger, über längere Zeiträume und stärker als bisher beeinträchtigt.

Analyse mit ENVI-met und BOTworld


Hier setzt das Verbundprojekt KLIMES der Universitäten Bochum, Freiburg und Kassel an. Mit Hilfe von Messungen und Simulationen untersuchen die Forscher den thermischen Komfort in Stadtquartieren: Dazu erweitern sie das Bochumer Simulationsmodell „ENVI-met“ um Analysemodule, die es ermöglichen, die thermische Belastung auch in Innenräumen abzuschätzen. Zusätzlich setzen die RUB-Geographen in diesem Projekt ihr Modell „BOTworld“ - eine Multi-Agenten Simulation - ein: Damit können sie das thermische Empfinden von Fußgängern und die daraus resultierenden Verhaltensmuster analysieren. Beliebig viele „Bürger“ (BOTs) können die Forscher durch unsere Innenstädte laufen lassen, die BOTs bewerten dann die angebotene Umweltqualität.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 630.000 Euro gefördert. Das Verbundprojekt KLIMES ist der Teil der Initiative „Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen“ des BMBF. Die interdisziplinäre Forschergruppe vereint Stadtklimatologie, Städtebau und Geoinformatik.
(idw - Ruhr-Universität Bochum, 16.02.2007 - AHE)
 
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