• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Samstag, 22.07.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Schlafen macht schlau

Informationen werden nicht nur gespeichert sondern auch verarbeitet

Schlaf sorgt dafür, dass frisch Gelerntes im Gedächtnis gefestigt wird. Schläft der Mensch, speichert sein Gehirn neue Informationen nicht nur, es verarbeitet sie auch. Dies fanden jetzt Wissenschaftler der Universität Lübeck um Professor Jan Born heraus. Sie entdeckten, dass Gelerntes im Schlaf neu strukturiert wird.
Rätsel Schlaf

Rätsel Schlaf

"Schlaf ist für die Gedächtnisbildung absolut notwendig", erläutert Professor Born, der in Bern über das Thema "Lernen im Schlaf - psychologische und neurophysiologische Mechanismen" referiert. Jedes Schlafstadium scheine eine andere Art der Gedächtnisbildung zu beeinflussen. Der so genannte Rapid-Eye-Movement (REM)-Schlaf - eine durch schnelle Augenbewegungen charakterisierte Schlafphase - unterstütze etwa das Lernen bestimmter Bewegungen und Empfindungen. Anders ist es im tiefen "Deltaschlaf", der die ersten Stunden des Nachtschlafes. Darin lerne der Mensch vor allem, sich an Fakten und Episoden zu erinnern.

"Unsere aktuellen Forschungsergebnisse zeigen, dass Schlaf Einsicht fördert", bestätigt der Lübecker Neuroendokrinologe. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Gehirn frisch Gelerntes im so genannten Hippokampus, oder auch "Seepferdchen", speichert. Das Langzeitgedächtnis sei dagegen in einem anderen Teil des Gehirns aufgehoben, dem Neocortex. Messungen der Gehirnströme und biochemische Forschungsergebnisse belegen den regen Austausch zwischen den beiden Bereichen: Die Information des Gelernten wandert während des Deltaschlafs vom Hippocampus in den Neocortex. Dabei wird sie neu geordnet. Professor Born geht davon aus, dass diese Restrukturierung von Informationen den Menschen ermöglicht, "Probleme im Schlaf zu lösen".

Diese und weitere Erkenntnisse über den menschlichen Schlaf sind ein Hauptthema auf der 30. Jahrestagung der Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), die vom 25. bis 27. März 2004 in Bern stattfindet.
(idw - Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, 24.03.2004 - DLO)
 
Printer IconShare Icon