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GO-Bio-Preisträger stehen fest

Wettbewerb soll Gründung von Biotechfirmen unterstützen

Im Herbst 2005 wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) der Wettbewerb GO-Bio ausgeschrieben. Mit der Initiative sollen Forscherteams aus den Biowissenschaften unterstützt werden, die ihre Erkenntnisse kommerziell verwerten wollen. Jetzt hat Bundesforschungsministerin Annette Schavan die ersten Preisträger des Förderwettbewerbs vorgestellt. Die ausgewählten Projekte reichen von der Entwicklung neuer Medikamente gegen Krebs oder andere schwere Krankheiten, neuen Materialien für die Medizintechnik, Neuroprothesen bis hin zu innovativen Pflanzenschutzmitteln.
"Der GO-Bio Wettbewerb ermuntert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihre guten Ideen auch in Produkte umzusetzen. Wir brauchen in Deutschland auch Forscher, die unternehmerisch denken. So führen wir die Hightech-Strategie zum Erfolg", sagte Schavan am Mittwoch in Berlin zu den ersten Preisträgern. "Die ausgewählten zwölf Projekte aus ganz Deutschland zeigen, welch großes wirtschaftliches Potential in der biologischen und medizinischen Forschung steckt."

150 Millionen Euro Förderung


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt in den nächsten zehn Jahren rund 150 Millionen Euro für den Förderwettbewerb GO-Bio zur Verfügung. Die ausgewählten Wissenschaftler erhalten die Möglichkeit, wirtschaftlich interessante Forschungsansätze aus den Biowissenschaften in einer eigenen Arbeitsgruppe zu bearbeiten und Prototypen für die Vermarktung zu entwickeln.

Schavan: "Wir fördern damit den Technologietransfer und die Durchlässigkeit der Karrierewege zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.", so Schavan. In der ersten Runde des Wettbewerbs waren 176 Vorschläge eingegangen, aus denen eine Jury mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft zwölf Projekte ausgewählt hat. Sie erhalten in den nächsten drei Jahren zusammen rund 20 Millionen Euro.


Für den Förderwettbewerb GO-Bio sind zunächst fünf Runden vorgesehen. Projektskizzen für die zweite Auswahlrunde können bis zum 15. Januar 2007 eingereicht werden.

Von Alzheimer bis zu neuronalen Netzwerken


Einer der Gewinner des "GO-Bio"-Förderwettbewerbs ist der Chorea Huntington- und Alzheimer-Forscher Professor Erich Wanker vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. Mit rund drei Millionen Euro fördert das BMBF sein Projekt, in dem er verschiedene Substanzen zur Diagnose und Therapie der Alzheimer-Krankheit und der Chorea Hungtington testen will. Sollten sie sich in den strengen präklinischen Versuchen als wirksam erweisen, werden sie in klinischen Versuchen mit Patienten auf Verträglichkeit und Sicherheit getestet. Das Projekt beginnt im Januar 2007 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Auch der Wissenschaftler Igor V. Tetko vom GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit konnte sich in Zusammenarbeit mit der Ascenion GmbH in der hart umkämpften ersten Auflage des Wettbewerbs durchsetzen. Sein Projekt trägt den Titel "Entwicklung von ADME/T-Methoden unter Verwendung Assoziativer Neuronaler Netzwerke". ADME/T steht für "Absorption, Distribution, Metabolism, Excretion and Toxicity"von Wirkstoffen.

Im Rahmen des Projekts will Tetko chemoinformatische Methoden zur Vorhersage der für die Wirkstoffapplikation entscheidenden physikalisch/chemischen Parameter untersuchen. Genauere Vorhersagen dieser Eigenschaften können die Pharmaentwicklung beschleunigen und die Kosten aufwändiger Experimente erheblich senken. Mit den Fördermitteln kann der Bioinformatiker nun eine eigene Arbeitsgruppe im wichtigen Arbeitsgebiet Chemoinformatik etablieren.
(BMBF/MDC/GSF, 19.10.2006 - DLO)
 
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