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Freitag, 21.07.2017
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Datenbank hilft Allergieforschern

Studie bewertet 50 Faktoren, die Allergien bei Kindern beeinflussen

Eine europaweit einzigartige Datenbank zur Erhebung von Faktoren, die Allergien bei Kindern beeinflussen, soll zukünftig die Vorbeugung und Erkennung von Allergien erleichtern. Die während eines Allergologen-Workshops in Berlin vorgestellte Datenbank wurde von dem Europäischen Allergie- und Asthmanetzwerk GA2LEN initiiert und ist international anerkannt.
Pollen

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Die Häufigkeit von allergischen Erkrankungen hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Aktuelle Daten zeigen, dass heute jedes dritte Kind an einer Allergie leidet. 2015 ist möglicherweise die Hälfte der europäischen Bevölkerung von Allergien betroffen. GA2LEN (Global Allergy and Asthma European Network) ist ein von der Europäischen Union im 6. Rahmenforschungsprogramm gefördertes Exzellenznetzwerk mit dem Ziel, die Erforschung von Allergien und Asthma zu verbessern.

Die neue Datenbank ermöglicht den Mediziner bei ihren Analysen auf größere Stichproben zuzugreifen. Dadurch ist nicht nur eine genauere Bewertung der Risiken bei der Entwicklung von Allergien möglich, sondern auch der Faktoren, die bei der Prävention eine Rolle spielen.

Zu denen in der Datenbank erhobenen Einflussgrößen zählen unter anderem die Belastung durch Haustiere, Tabakrauch, Anzahl der Geschwister, Atopie in der Familie, Wohnverhältnisse, Medikation, Infektionen und die Ergebnisse von Allergietestungen, beispielsweise IgE-Bestimmung im Blut der Kinder und im Nabelschnurblut vor der Geburt des Kindes. Eine Unterstichprobe liefert Ergebnisse von Hautpricktests für IgE an 1.000 Kindern im Laufe der ersten sechs Lebensjahre. Alle Kinder wurden auf Gras- und Baumpollen, Milben, Katze, Hund, Kuhmilch und Hühnerei getestet.


Diese Ergebnisse können mit der Erhebung von Asthma- und Heuschnupfen-Symptomen aus der gleichen Studiengruppe korreliert werden. Informationen zu Symptomen sind noch umfassender zugänglich, da die meisten Studien einen Standardfragebogen verwendet haben, der von der bedeutenden internationalen Studie ISAAC entwickelt wurde. Sowohl die "elterliche Wahrnehmung der Symptome" als auch die "ärztliche Diagnose des Asthmas" ist in den meisten Fällen erfasst worden.

Der Anstieg von allergischen Erkrankungen ist ein zunehmendes öffentliches Gesundheitsproblem. "Diese große, standardisierte Datenbank, sowie die Harmonisierung von Nachuntersuchungen und Studiendesigns, kann die Qualität von Studien verbessern und damit weltweit zu einem Verständnis der Einflussfaktoren bei Allergien beitragen" sagt Dr. Susanne Lau, aus dem Allergie-Centrum-Charité im Standort Kinderklinik und verantwortlich für das Projekt.
(European Centre for Allergy Research Foundation, 12.09.2006 - NPO)
 
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