Unter die Haut - scinexx | Das Wissensmagazin
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Unter die Haut

Barriere im Belagerungszustand

Hautoberfläche © N. Podbregar

Sie ist Hülle, Verteidigungswall, Atmungsorgan, Ernährer und Anpassungskünstler zugleich: unsere Haut. Das größte Organ des Menschen ist für das Überleben so unverzichtbar wie Herz und Gehirn, gleichzeitig jedoch ist es auch unsere wichtigste Verbindung und unser „Aushängeschild“ gegenüber der Außenwelt. Und genau deshalb wollen Wissenschaft und Kosmetikindustrie immer häufiger „unter unsere Haut“.

Sie ist das einzige Organ unseres Körpers, dass vollständig von außen sichtbar ist – und wichtiger Außenposten des Nervensystems. Über die Haut spüren wir Wärme und Kälte, nehmen wir Nadelstiche wahr oder sanfte Berührungen. Die nur wenige Millimeter dicke Hülle schützt uns gegenüber aggressiven Eindringlingen von außen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Abfallstoffe des Stoffwechsels abtransportiert werden. Sie verhindert, dass unser Körper völlig austrocknet, schirmt uns aber auch gegenüber Regen und anderen Wassereinbrüchen von außen ab.

Die Haut ist mit einer Fläche von 1,5 bis zwei Quadratmetern und einem Gewicht von zehn bis zwölf Kilogramm ein wahrer Gigant unter unseren Organen. Doch obwohl sie immerhin rund ein Sechstel unsere Körpergewichts ausmacht, sind wir uns nur selten ihrer Bedeutung und ihrer Leistungen für unseren Organismus bewusst.

Im Gegenteil. Aufmerksamkeit erhält die Körperhülle meist nur dann, wenn etwas schiefläuft: Wenn sie brennt und juckt, weil ein Sonnenbrand ihre sensibles Gleichgewicht durcheinander bringt. Wenn Pickel sprießen und unser „Aushängeschild“ zu verunstalten drohen. Oder wenn das Alter zuschlägt und die einstmals so elastische Hülle faltig und runzelig wird.

Der Kampf gegen diese „Schönheitsfehler“ ist seit Jahrhunderten Gegenstand wissenschaftlicher – und wirtschaftlicher – Neugierde und Forschung. Denn mit der Haut lässt sich – das war schon den Quacksalbern früherer Jahrhunderte klar – durchaus ein gutes Geschäft machen. Inzwischen sucht ein ganzes Heer von Forschern im Dienste der Kosmetikindustrie fieberhaft nach immer neuen Mitteln zur Verschönerung, Erhaltung und Regeneration der Haut. Doch auch die Medizin hat die Haut für sich entdeckt: Der Transport von Wirkstoffen durch die Haut bietet gegenüber den klassischen Tabletten oder Spritzen viele Vorteile.

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Doch egal ob Arzneimittel oder Anti-Falten-Creme: Um zu wirken müssen sie erst einmal unter die Haut gelangen – und hier beginnt das Problem: Denn die Haut lässt sich nicht so einfach austricksen: Ihre Barriere gegen Eindringlinge wirkt auch gegen die Mittel, die ihr helfen sollen…

Inhalt:

  1. Geboren um zu sterben
    Die Epidermis und die Entwicklung der Hornhaut
  2. Feuchtigkeit ist Trumpf
    Die Hornhaut im Visier der Kosmetikindustrie
  3. Durch die Mauer
    Transdermaler Transport von Medikamenten
  4. Gel statt Pflaster oder Pille
    Hormone und Krebsmittel gehen unter die Haut
  5. Hilfe, die Falten kommen!
    Hautalterung als Schicksal?
  6. Ein aussichtsloser Kampf?
    Anti-Falten-Kosmetika und ihre (Nicht-) Wirkung
  7. Sonne macht Falten...
    Hautschäden durch UV-Strahlung
  8. ...was hilft?
    Vorbeugen, Vorbräunen und reparieren
  9. Farbe, Flecken und Pigmente
    Was prägt das Aussehen unserer Haut?
  10. Auf der Suche nach dem „Streichelfaktor“
    Warum Hautkontakt glücklich macht

Nadja Podbregar
Stand: 09.07.2004

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Inhalt des Dossiers

Unter die Haut
Barriere im Belagerungszustand

Geboren um zu sterben
Die Epidermis und die Entwicklung der Hornhaut

Feuchtigkeit ist Trumpf
Die Hornhaut im Visier der Kosmetikindustrie

Durch die Mauer
Transdermaler Transport von Medikamenten

Gel statt Pflaster oder Pille
Hormone und Krebsmittel gehen unter die Haut

Hilfe, die Falten kommen!
Hautalterung als Schicksal?

Ein aussichtsloser Kampf?
Anti-Falten-Kosmetika und ihre (Nicht-) Wirkung

Sonne macht Falten...
Hautschäden durch UV-Strahlung

...was hilft?
Vorbeugen, Vorbräunen und reparieren

Farbe, Flecken und Pigmente
Was prägt das Aussehen unserer Haut?

Auf der Suche nach dem „Streichelfaktor“
Warum Hautkontakt glücklich macht

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