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Sonntag, 22.01.2017
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Mobilfunk-Risikostudie geht in letzte Runde

Experten erörtern die Ergebnisse des nationalen Mobilfunk Forschungsprogramms

Seit Beginn der Mobilfunk-Ära streiten die Experten über die Frage, ob und wie gefährlich die elektromagnetische Strahlung von Handys und Mobilfunkantennen ist. Jetzt könnte das größte deutsche Forschungsprogramm zu diesem Thema Klärung bringen: Von Sommer 2006 bis Ende 2007 werden die Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF)zusammengefasst und in Zusammenarbeit mit international renommierten Experten bewertet.
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Mit mehr als 50 Forschungsprojekten in den Disziplinen Biologie, Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation werden im Rahmen des vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) koordinierten Forschungsprogramms mögliche gesundheitliche Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder des Mobilfunks auf Mensch und Umwelt untersucht sowie die Feldintensitäten ermittelt, die beim Umgang mit den neuen Telekommunikationstechnologien real entstehen. Erstmalig in einem nationalen Forschungsprogramm werden auch gesellschaftliche Aspekte unter dem Begriff „Risikokommunikation“ untersucht. Ziel des DMF ist, die wissenschaftlichen Unsicherheiten bei der Risikobewertung der Felder des Mobilfunks zu verringern.

Wissenschaftliche Einordnung der Ergebnisse


Die Ergebnisse von insgesamt mehr als 50 seit 2002 durchgeführten Forschungsprojekten werden nun in fünf themen-spezifischen wissenschaftlichen Fachgesprächen der internationalen Fachöffentlichkeit vorgestellt und mit Vertretern verschiedener nationaler Forschungsprogramme diskutiert. Wesentliches Ziel dieser Fachgespräche ist neben der Diskussion der Studien die Einordnung der Ergebnisse in das wissenschaftliche Gesamtbild. „Mit dem Abschluss des DMF werden wir einen entscheidenden Beitrag zur Beantwortung noch offener Fragen leisten, ob und welche Auswirkungen der Mobilfunk auf Mensch und Umwelt hat“, sagte der Präsident des BfS, Wolfram König, am Freitag in Salzgitter.

Dosimetrie als Auftakt


Den Auftakt bildet im Juli 2006 ein Fachgespräch zu Forschungsprojekten mit dem Schwerpunkt Dosimetrie, also Untersuchungen, bei denen die Belastungen durch elektromagnetische Felder quantitativ erfasst wurden. Im Oktober 2006 folgt ein Fachgespräch zu den Forschungsprojekten der so genannten Risikokommunikation, bei dem vor allem gesellschaftliche Aspekte erörtert werden. Ein drittes Fachgespräch im Dezember 2006 wird die Ergebnisse aller Projekte, die sich mit möglichen akuten gesundheitlichen Wirkungen des Mobilfunks befassen, vorstellen. Im Jahr 2007 werden dann noch je ein Fachgespräch zu den biologischen Schwerpunkten „Wirkmechanismen“ und „chronische Effekte“ stattfinden.


Gesamturteil Ende 2007


Die Gesamtbewertung der Forschungsprojekte des DMF soll Ende 2007 stattfinden. Unter internationaler Beteiligung sollen dann die Erkenntnisse der fünf Fachgespräche bewertet werden. König: „Dabei werden wir auch die Ergebnisse aus anderen nationalen und internationalen Forschungsprogrammen zusammenführen und so eine Risikobewertung auf dem internationalen Stand der Wissenschaft vornehmen“. Die Ergebnisse der Abschlusstagung werden im Internet veröffentlicht und in einem nationalen Abschlussfachgespräch des DMF der Öffentlichkeit vorgestellt.
(Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), 10.07.2006 - NPO)
 
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