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Sonntag, 26.03.2017
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Mehr Intelligenz für das Auto

"Mitdenkende" Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme liegen im Trend

Das Auto der Zukunft soll sicherer und intelligenter werden. Zukünftige Fahrzeugen sollen beispielsweise gefährliche Situationen selbst erkennen und den Fahrer rechtzeitig warnen können. Wie dies zu erreichen ist, daran wird intensiv geforscht. Erste Ergebnisse wurden auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung vorgestellt.
Auto

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Neben anderen Instituten entwickelt auch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Automobilbranche intelligente Kommunikations- und Fahrerassistenzsysteme. Die Forscher arbeiten unter anderem am „Telematischen Horizont“. Darunter versteht man die Fähigkeit, die Sensorik vorausfahrender Fahrzeuge über Funktechnologien (Car to Car Communication) mit zu benutzen. Ein Autofahrer ist dadurch zum Beispiel in der Lage, um „Kurven herumzuschauen“. Vor Gefahren wie einem Stauende oder einer glatten Fahrbahn wird er von den vorausfahrenden Fahrzeugen rechtzeitig gewarnt.

Fahrzeuge kommunizieren selbstständig


Eine ähnliche Technik soll künftig eingesetzt werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Durch die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen kann ein vorausfahrendes Auto zum Beispiel davor warnen, dass ein LKW hinter einer Kurve unerwartet nach links ausschert. Denkbar wäre sogar, dass das hinterher fahrende Fahrzeug durch eine elektronische Steuerung, die per Funk ausgelöst wird, frühzeitig automatisch abgebremst wird, um einen Unfall zu verhindern.

Auch im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „SmartWeb“, wird untersucht, wie Fahrzeuge und Fahrer durch Kommunikation Unfälle verhindern können. Ein vorausfahrendes Fahrzeug stellt zum Beispiel fest, dass die Gefahr von Aquaplaning besteht. Die Warnung davor kann über die spontane Funkvernetzung von Fahrzeugen per Sprachbefehl an einen dahinter fahrenden Motorradfahrer übertragen werden.


Beide Fahrzeuge werden dabei über ihre GPS-Koordinaten lokalisiert, so dass man berechnen kann, ob ihr Abstand voneinander weniger als 100 Meter beträgt. Mithilfe von SmartWeb erhält der Motorradfahrer, obwohl sein Fahrzeug keinen eigenen Sensor hat, die Warnung vor Aquaplaning. Über Kopfhörer erhält er per Sprachsynthese den Warnhinweis: „Achtung, in 100 Metern Aquaplaning-Gefahr!“.
(Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), 14.09.2005 - NPO)
 
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