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Sonntag, 11.12.2016
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Fußball-WM mit Überraschungen?

Forscher prognostizieren einige unerwartete Ergebnisse in den Vorrunden

Deutsche Forscher prognostizieren einige faustdicke Überraschungen bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien: Demnach muss England ums Weiterkommen bangen, Portugal wird es nicht ins Achtelfinale schaffen und selbst Spanien wird es schwer haben. Deutschland kommt ins Halbfinale, so die Vorhersage. Sie basiert auf Marktwert, Weltrangliste, Wettquoten und Performance in den Qualifikationsspielen.
Brasilienn gegen Argentinien - so die Prognose für die Mannschaften im WM-Finale 2014

Brasilienn gegen Argentinien - so die Prognose für die Mannschaften im WM-Finale 2014

Und noch eine WM-Prognose, diesmal allerdings geht es nicht nur um den Sieger, sondern vielmehr um den Weg dahin. Den Verlauf der Fußball-WM 2014 haben Forscher der International School of Management (ISM) in Frankfurt und der Deutschen Sporthochschule Köln in einem Modell simuliert. Dafür ermittelten sie zunächst unter Einbeziehung von Marktwert, Weltrangliste, Wettquoten und Performance in den Qualifikationsspielen eine Rangfolge der teilnehmenden Mannschaften.

Die stärksten zehn Teams und damit die aussichtsreichsten WM-Teilnehmer sind demnach Brasilien, Argentinien, Deutschland, Spanien, Belgien, Niederlande, Kolumbien, England, Frankreich und Italien. Wenn es allein danach ginge, wäre der Ausgang der WM wenig überraschend: die vier stärksten Mannschaften kämen ins Halbfinale, in dem Argentinien gegen Spanien und Brasilien gegen Deutschland gewännen. Im Endspiel behielte dann Brasilien gegen Argentinien die Oberhand.

Doch bei der anschließenden Simulation anhand der WM-Gruppen und des Spielplans bezogen die Forscher zusätzliche Sondereffekte und Zufallsfaktoren mit ein. Bei komplexen Spielsituationen besteht der Reiz ja gerade darin, dass unvorhergesehene Dinge passieren, deren Einflussfaktoren man zwar kennt, deren Zusammenwirken man aber nicht steuern kann. Im Fußball sind das etwa mit Glück und Pech umschriebene Spielsituationen, wie z.B. falsche Schiedsrichterentscheidungen, Pfosten- und Lattentreffer sowie Verletzungen oder die klimatischen Verhältnisse.


Vorrunden: Chile statt Spanien?


Das Ergebnis: "Für die bevorstehende WM erwarten wir bei ungefähr acht Vorrundenspielen überraschende Ergebnisse, von denen zwei bis drei Ergebnisse auch das Weiterkommen eigentlich stärkerer Teams in Frage stellen", berichten die Forscher. In Gruppe A kommt demnach Brasilien weiter, Kroatien zieht gegenüber Kamerun den Kürzeren. Gruppe B sollte eigentlich von Spanien und den Niederländern dominiert werden - möglicherweise zieht aber Chile statt Spanien ins Achtelfinale ein. In Gruppe C kommt Kolumbien sicher weiter, die Elfenbeinküste und Japan streiten sich ums Weiterkommen.

In Gruppe D bleibt es Spekulation ob neben Uruguay England oder Italien das Achtelfinalticket buchen können, mit schlechteren Chancen für England. Gruppe E kommt ohne Überraschungen aus: Frankreich und Schweiz kommen weiter. Auch in Gruppe F wird es mit den beiden Gruppenersten Argentinien und Bosnien-Herzegowina erwartungsgemäß zugehen. In der deutschen Gruppe G hat neben Deutschland Portugal die besten Chancen auf ein Weiterkommen. Die US-Amerikaner werden allerdings ein Wörtchen mitreden. Geheimfavorit Belgien kommt in Gruppe H weiter, Russland hat es dagegen schwer, Südkorea hinter sich zu lassen.

Finale Brasilien gegen Argentinien


Die Prognose für die K.O.-Spiele: Während das Achtelfinale mit Mannschaften wie Kamerun, Japan und Südkorea noch recht bunt daherkommt, heißen die sechs sicheren Kandidaten für das Viertelfinale Deutschland, Brasilien, Kolumbien, Argentinien, Belgien und die Niederlande. Falls Spanien wider Erwarten doch weiterkommen sollte, ist spätestens im Achtelfinale gegen Brasilien Endstation. Für das Halbfinale qualifizieren sich Brasilien, Deutschland, Argentinien und die Niederlande und im Endspiel stehen sich dann Brasilien und Argentinien gegenüber - so zumindest die Prognose.
(Deutsche Sporthochschule Köln, 12.06.2014 - NPO)
 
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