• Schalter wissen.de
  • Schalter wissenschaft
  • Schalter scinexx
  • Schalter scienceblogs
  • Schalter damals
  • Schalter natur
Scinexx-Logo
Logo Fachmedien und Mittelstand
Scinexx-Claim
Facebook-Claim
Google+ Logo
Twitter-Logo
YouTube-Logo
Feedburner Logo
Montag, 29.05.2017
Hintergrund Farbverlauf Facebook-Leiste Facebook-Leiste Facebook-Leiste
Scinexx-Logo Facebook-Leiste

Protein macht Neuronen „unsterblich“

Neu entdeckter Signalweg reguliert Überleben der Nervenzellen im Riechkolben

Der Transkriptionsfaktor Pax6 ist nicht nur an der frühen Entwicklung des Gehirns beteiligt, sondern sichert auch das Überleben bestimmter Neuronen des Riechkolbens im erwachsenen Säugetiergehirn: Das haben jetzt Münchener Wissenschaftler heraus gefunden.
Nervenzelle

Nervenzelle

Das Ergebnis schafft wichtiges Grundlagenwissen für zukünftige regenerative Therapieansätze, etwa für Parkinsonpatienten, berichten die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Neuron“.

Pax6 reguliert Protein-Produktion


Die meisten Neuronen im Säugetiergehirn bleiben ein Leben lang intakt. Bisher war nicht klar, welche Faktoren diese Zellen vor dem Zelltod bewahren.

Zumindest für Neuronen des Riechkolbens, einer Struktur an der vorderen Basis des Gehirns in der die Riechnerven enden, haben Professorin Magdalena Götz, Jovica Ninkovic und Jack Favor vom Helmholtz Zentrum München und der Ludwig-Maximilian-Universität München einen Mechanismus entschlüsselt: Der Transkriptionsfaktor Pax6 reguliert dort die Produktion eines Proteins, das bisher überwiegend in der Linse des Auges untersucht wurde.


Protein verhindert Zelltod


Dieses Protein verhindert den Wissenschaftlern zufolge aktiv den Zelltod und erlaubt so das Überleben dieser Neurone. Besonders wichtig ist der Befund, dass diese Regulationsmechanismen so spezifisch nur für einen Typ von Nervenzellen gelten.

„Unser nächstes Ziel ist es, herauszufinden, ob dieser Pax6 induzierte Signalweg auch in anderen Gehirnstrukturen, etwa dem Mittelhirn, den Neuronenzelltod verhindern kann“, sagt Erstautor Ninkovic. „Wir untersuchen außerdem, ob andere für die Entwicklungsbiologie essenzielle Faktoren wie Pax6 im erwachsenen Gehirn dafür sorgen, dass die Neuronen
überleben.“

Neue Hoffnung für Parkinsonpatienten


Die Forscher hoffen, mit diesen Ergebnissen langfristig zu regenerativen Therapien beitragen und etwa bei Parkinsonpatienten das Überleben der Neuronen besser gewährleisten zu können.
(idw - Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, 19.11.2010 - DLO)
 
Printer IconShare Icon