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Freitag, 10.02.2012
Sportprofi: Der Geburtsmonat entscheidet
Zusammenhang zwischen Geburtsdatum und Football-Karrieren identifiziert
Australische Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Geburtsmonat bei der Frage, ob sich jemand zum Football-Profi entwickelt oder nicht, eine entscheidende Rolle spielt. Danach wurden unverhältnismäßig viele Spieler der Australian Football League (AFL) in den ersten Monaten des Jahres geboren, während nur wenige in den letzten Monaten, speziell im Dezember, Geburtstag haben.

Football
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© Mike Kaplan / U.S. Air Force Academy Football
Das australische Schuljahr beginnt im Januar. „Größere Kinder haben deutlich bessere Chancen, wenn sie sich für eine Aufnahme in eines der Trainingsteams der AFL interessieren“, sagt Dr. Adrian Barnett vom Queensland University of Technology’s Institute of Health and Biomedical Innovation.

„Im Januar geborene haben deutliche Wachstumsvorteile vor den im Spätjahr geborenen Klassenkameraden. Ob man am 31. Dezember oder am 1. Januar geboren ist, kann also im späteren Leben eine ganz erhebliche Rolle spielen.“

Zusammenhang zwischen Gesundheit und Jahreszeiten untersucht
Barnett hatte zusammen mit Professorin Annette Dobson von der Universität Queensland untersucht, ob es in der Bevölkerung einen Zusammenhang gibt zwischen Gesundheit und Jahreszeiten. Die Wissenschaftler stellen ihre neuen Ergebnisse jetzt bei Springer im Buch „Analysing Seasonal Health Data“ ausführlich vor.

Barnett und Dobson stellten in der aktuellen Studie fest, dass 33 Prozent mehr AFL-Profis als erwartet im Januar Geburtstag haben und 25 Prozent weniger im Dezember. Dies bestätigt andere internationale Studien, die einen Zusammenhang ergeben haben zwischen dem Geburtstag um den Schuljahresanfang herum und der Chance, Profi-Spieler in Sportarten wie Eishockey, Football, Volleyball und Basketball zu werden.

Bessere Leistungen und mehr Selbstvertrauen
„Untersuchungen in Großbritannien haben gezeigt, dass Kinder, die zum Start eines Schuljahres geboren sind, bessere Leistungen zeigen und mehr Selbstvertrauen haben“, sagt Barnett. „Kleinere Kinder lassen sich möglicherweise schneller entmutigen und treiben darum weniger Sport. Bedenkt man, wie wichtig sportliche Aktivitäten sind, so hat dies unter Umständen ganz erhebliche Folgen für ihre gesundheitliche Entwicklung im späteren Leben.“

Barnett befürchtet darüber hinaus, dass dieses jahreszeitliche Muster zu einer erheblichen Talentverschwendung führen kann: Potenzielle Sportgrößen werden gar nicht erkannt, da sie sich gegen Kinder behaupten müssen, die körperlich bereits viel weiter entwickelt sind. Abhilfe könnte in Australien möglicherweise die Verlegung des Team-Eintrittsdatums vom 1. Januar auf den 1. Juli schaffen, so die Forscher.
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