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Samstag, 11.02.2012
Bald K.O. für Krebs-Gene?
Fett hilft Gen-Silencing Medikamente effektiver an den Zielort zu bringen
Australische Wissenschaftler haben eine neue Medikamentenform entwickelt, die gezielt krebsauslösende Gene in Tumorzellen abschalten und gleichzeitig das gesunde Gewebe verschonen kann.

DNA-Analyse
DNA-Analyse
© PNNL
Das Team um Sheery Wu und Dr. Lisa Putral von der University of Queensland hofft, dass die neue Methode, bei der fetthaltige Kapseln zum Einsatz kommen, den Einsatz der RNA-Interferenz in der Krebstherapie beschleunigt.

Gen-Stilllegung statt Operation
Bisher beruht die Behandlung von Krebs auf operativen Eingriffen, Bestrahlungen und Chemotherapie. Auch wenn oft erfolgreich, ziehen diese Methoden auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft. Die RNA-Interferenz oder auch Gen-Silencing - Gen-Stilllegung - könnte hier Abhilfe schaffen und schwere Nebenwirkungen vermeiden.

Leistungsfähige Gen-Silencing Medikamente
Die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Methode wurde in den 1990er Jahren entwickelt. Der Einsatz von Gen-Silencing Medikamenten scheiterte jedoch bisher an deren Instabilität und fehlenden Möglichkeiten, sie effizient in die betroffenen Zellen einzubringen.

Durch einen lipidreichen Trägerstoff können die Gen-Silencing Medikamente nun besser verpackt und effizienter in das Krebsgewebe transportiert werden. Dieses Verfahren birgt die Chance, so die Forscher, dass die RNA-Interferenztechnologie bald Kliniken an die Hand gegeben werden kann.

Erste Tests im Mausmodel erfolgreich
Bisher wurde die neue Medikamentenform gegen Gebärmutterhalskrebs in einem Mausmodell getestet. Dabei konnte ein Rückgang der Tumorgröße um siebzig Prozent beobachtet werden.

Die Wissenschaftler untersuchen gegenwärtig auch den möglichen Einsatz gegen andere Krebsarten. Darüber hinaus wird eine mögliche Kombination der Gen-Silencing Medikamente mit einer leichten Chemotherapie erforscht.
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