Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

"Schau mal da!"
Hinweisende Gesten als Vorform der Sprache?

Ein spezieller Typ der Gesten, die sogenannten hinweisenden Gesten, sind für die Forscher auf der Suche nach den Wurzeln der Sprache besonders interessant. Diese Bewegungen lenken die Aufmerksamkeit und das Verhalten von anderen Individuen auf äußere Dinge. Erste hinweisende Gesten sind zum Beispiel die Zeigegeste („da“; „dort“), das Hochhalten von Objekten („schau dies“) und das Anbieten („nimm dies“). Sie werden von Kindern schon ab einem Alter von neun bis zwölf Monaten verwendet. Diese Gesten repräsentieren die ersten kommunikativen Versuche des Kleinkindes, die Aufmerksamkeit anderer auf etwas Drittes zu lenken.

Menschliche Kleinkinder nutzen hinweisende Gesten schon ab neun Monaten 
Menschliche Kleinkinder nutzen hinweisende Gesten schon ab neun Monaten
© SXC  Menschliche Kleinkinder nutzen hinweisende Gesten schon ab neun Monaten
Hinweisende Gesten erzeugen ein sogenanntes referenzielles Dreieck von Kind, Erwachsenem und Gegenstand oder Ereignis. Beide Beteiligten richten ihre Aufmerksamkeit gemeinsam auf das Dritte Element in diesem Dreieck. Forscher sehen in solchen Gesten den Auftakt zur Verwendung von Symbolen. Denn auch sie basieren bereits auf relativ komplexen kognitiven Fähigkeiten. Diese Gesten gelten daher auch als Meilensteine in der Entwicklung menschlicher Sprache.

"Kraul mich"
Vergleichbare Gesten bei unseren nächsten lebenden Verwandten, den Menschenaffen, sind dagegen relativ selten. Sie wurden bisher vorwiegend zwischen gefangenen oder vom Menschen aufgezogenen Individuen und ihren Pflegern beobachtet. Im Unterschied zu Kleinkindern nutzen die Affen diese Gesten meist nicht, um auf etwas anderes hinzuweisen, sondern um ihr Gegenüber direkt zu einer Aktion aufzufordern ("Kraul mich").

 Schimpansen verwenden beim Lausen eine Art hinweisender Gesten
Schimpansen verwenden beim Lausen eine Art hinweisender Gesten
© Simone Pika  Schimpansen verwenden beim Lausen eine Art hinweisender Gesten
Die überzeugendste Beobachtung zur Verwendung hinweisender Gesten stammt von freilebenden Schimpansen (Pan troglodytes) der Ngogo-Gruppe im Kibale Nationalpark, Uganda. Diese verwenden gezielte Kratzgesten, um anderen Artgenossen mitzuteilen, an welcher Körperstelle sie gelaust werden möchten. Dabei kratzen sie sich so, dass der damit angesprochene Artgenosse diese Geste auch wirklich sehen kann. Da hinweisende Gesten in freier Wildbahn ein relativ seltenes Phänomen darstellen und auch bisher nicht in anderen Tierarten beobachtet wurden, hielt man sie bisher nicht nur für ein sehr seltenes, sondern auch für ein auf die Primatenlinie begrenztes Phänomen.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Tierische Wurzeln der Sprache
Menschenaffen
Affen
Vögel
Artikel zum Thema
Das Geheimnis der Gesten
Was Kommunikation bei Tieren über die Wurzeln der Sprache verrät
Woraus entstand die Sprache?
Lautäußerungen und Gesten als mögliche Vorläufer
"Schau mal da!"
Hinweisende Gesten als Vorform der Sprache?
Schlaue Raben
Kommunikationstalente im schwarzen Federkleid
Moosstücke und Stöckchen
Auch Raben nutzen hinweisende Gesten
Gesten als Partnertest
Warum die Raben gestikulieren - und was man daraus lernen kann
Top-Diaschauen
Synästhesie
Wald
Symbiose mit Viren?
Säbelzahnkatzen
Minoisches Seewesen
Aktuelle Dossiers
Zurück zum Urknall
Auf der Suche nach dem Ursprung von Zeit und Raum
Unterwegs im rollenden Labor
Ein einzigartiger Truck als Labor der Zukunft
Sprachensterben
Schleichendes Verschwinden unseres kulturellen Gedächtnisses
Dschungel ohne König
Asiens letzten 3.200 Tigern droht ohne radikalen Schutz der Garaus
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?