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Montag, 21.05.2012
Riechzellen als „Handlanger“ des Gehirns
Riechsystem besteht aus mehreren Ebenen

Eine weitere grundlegende Frage ist, wie die Riechzelle auf einen Geruchsreiz reagiert. Dies untersuchen die Heidelberger Wissenschaftler um Professor Dr. Stephan Frings mithilfe elektrophysiologischer Methoden. Die elektrischen Signale der Riechzellen werden dazu mit Mikroelektroden abgeleitet und auf dem Bildschirm sichtbar gemacht.

Besonders interessant ist es, die Ionenkanäle zu erforschen, die sich öffnen, wenn Riechzellen stimuliert werden und der Botenstoff cAMP in den Cilien auftritt. Diese Ionenkanäle zu charakterisieren, ist ein zentraler Aspekt der Forschung im Interdisziplinären Zentrum für Neurowissenschaften der Universität Heidelberg.

 Forschungslandschaft Gehirn
Forschungslandschaft Gehirn
© Hemera
Gehirn verarbeitet Geruchsinformationen
Riechzellen sind nur die Sensoren des Riechsystems. Die Analyse der Geruchsinformation, das Wiedererkennen bekannter Düfte sowie die Planung und Ausführung sinnvoller Verhaltensmuster aufgrund der Geruchsinformation – all das sind Leistungen des Gehirns.

Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, dass sich in Heidelberg gleich mehrere Arbeitsgruppen mit der Frage beschäftigen, wie das Gehirn Geruchsinformationen verarbeitet. Denn die Funktion einer Riechzelle ist erst dann gänzlich zu verstehen, wenn die Forscher die Rolle, die sie im gesamten Wahrnehmungsprozess spielt, kennen und wenn sie wissen, wie die Signale der Riechzellen im Gehirn verarbeitet werden.

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