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Donnerstag, 20.09.2018
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... so alt wie die Dinosaurier

Ameisen gestern und heute

Die Erde vor rund 100 bis 130 Millionen Jahren. In der Kreidezeit wird das Leben auf dem Land beherrscht von gewaltigen Dinosauriern, am Himmel ziehen Flugsaurier mit gigantischen Spannweiten ihre Bahn und in den Meeren tummeln sich riesige Muscheln, Kopffüßer und Fischsaurier. Doch inmitten dieser Giganten ist erstaunlicherweise auch Platz für die ersten Ameisen.

Woher man dies weiß? Wissenschaftler haben die Urameisen in Bernstein-Einschlüssen entdeckt und konnten so nachweisen, dass „das große Krabbeln“ schon viel länger auf der Erde existiert als man früher dachte. Mittlerweile haben sich die Ameisen von der Rarität zum Serienmodell entwickelt und konnten fast alle Regionen der Erde erobern. Sogar bis zur Baumgrenze in alpinen und arktischen Regionen sind sie vorgedrungen.

Schmalbrustameise

Schmalbrustameise

Wissenschaftler kennen heute rund 10.000 verschiedene Arten aus elf Familien. Doch nahezu täglich kommen neue, bisher noch nicht entdeckte Spezies hinzu. Insektenkundler schätzen deshalb, dass in Wirklichkeit mindestens 15.000 verschiedene Ameisen den Blauen Planeten besiedeln.

Mehr als 120 Arten davon gibt es allein in Deutschland. Die bekanntesten sind vielleicht die Rote Waldameise, deren Nester man bei Waldspaziergängen regelmäßig zu sehen bekommt, und die Schwarze Wegameise. Letztere untertunnelt mit Vorliebe Gartenwege und treibt sich auch gern in Häusern herum.

Besonders gefürchtet jedoch sind die Pharaoameisen, die eigentlich aus Afrika stammen, aber mittlerweile auch in Mitteleuropa Einzug gehalten haben. Ihre Nester legen sie mit Vorliebe in Häusermauern oder hinter Küchenfliesen an. In Mengen stürmen sie dann in die Vorratskammern und plündern alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Sogar geschlossene Kühlschranktüren oder zugeschraubte Honiggläser stellen für sie längst kein unüberwindliches Hindernis dar.

Versuche, sie mit ansonsten probaten Mitteln wie Backpulver streuen oder umweltfreundlichen Ameisenködern wieder aus dem Haus zu vertreiben, sind meist ohne Erfolg. Als letzte Rettung hilft dann oft nur noch ein Anruf beim Kammerjäger, der ihnen dann mit wirkungsvolleren, oft aber auch gefährlicheren Mitteln zu Leibe rückt...
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Stand: 30.04.2004
 
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