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Donnerstag, 01.09.2016
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Homöopathie

Sanfte Medizin oder moderner Aberglaube?

Homöopathische Präparate- heilen mit

Homöopathische Präparate- heilen mit "Nichts"?

Während die einen auf die sanfte und ganzheitliche Wirkung der „Globuli“ und Tinkturen schwören, kritisieren andere die Homöopathie als reines Placebo, als Scharlatanerie und Pseudomedizin. Was aber ist dran an solchen Vorwürfen? Und was an der Wirkung der Homöopathie?

Die „sanfte Heilkunst“ hat in den letzen Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Boden gewonnen: Längst sind die Kügelchen heute in jeder Apotheke erhältlich, Schulmediziner empfehlen sie ihren Patienten und viele Krankenkassen übernehmen sogar die Kosten homöopathischer Behandlungen. Nach Angaben der EU greifen bereits 125 Millionen Europäer zu homöopathischen Mitteln, in Deutschland machten diese Präparate 2008 immerhin sieben Prozent aller rezeptfrei verkauften Medikamente aus.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen schwört auf deren sanfte Wirkung, beispielsweise gegen Erkältungen, Kopfschmerzen oder Allergien. Klar ist aber auch, dass die allermeisten dieser Mittelchen absolut Wirkstoff-frei sind. Kuriert wird erfolgreich – aber quasi mit „Nichts“.

Was also ist das Geheimnis dieser vor mehr als 200 Jahren entwickelten Heilkunst? Wie funktioniert sie – oder vielleicht auch nicht? Und was macht sie so umstritten?

Inhalt:

  1. Wie alles begann
    Samuel Hahnemann und der Chinarindenversuch
  2. Homöopathie statt „Allopathie“
    Das Prinzip des Ähnlichen
  3. Geschüttelt, nicht gerührt
    Das Prinzip der „Potenzierung“
  4. Das Gedächtnis des Wassers
    Wie die homöopathischen Präparate wirken sollen
  5. Hilft bei Weinerlichkeit…
    Vom Symptombild zum Präparat
  6. Alles nur Placebo?
    Warum auch eine Scheinbehandlung wirken kann
  7. Der Metastudien-Streit
    Linde versus Egger
  8. Schummel mit In-vitro-„Beweisen“
    Der Fall des Leipziger Belladonna-Experiments
  9. Die Überdosis
    Wann wird Homöopathie gefährlich?
  10. „Malaria-förmiges Loch in der Lebenskraft“
    Homöopathie und Infektionskrankheiten
Nadja Podbregar
Stand: 26.03.2010
 
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