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Freitag, 16.11.2018
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Ist die Disko noch der beliebte Treffpunkt?

Freizeitgestaltung

Freizeitvorlieben verändern sich. Gingen in den 60er-Jahren noch unzählige Menschen ins Kino, ziehen die Säle heute oftmals nur noch mit den größten Filmen große Zuschauerzahlen an. Und auch das Partyleben hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Zum einen liegt das natürlich an dem wesentlich größeren Angebot. Die eine Diskothek in der Region ist nicht mehr der einzige Anlaufpunkt, da zig weitere Lokalitäten um Publikum buhlen. Zum anderen schießen neue Örtlichkeiten aus dem Boden und locken mit ganz anderen Möglichkeiten. Wie am Wochenende gut weggegangen werden kann und welche Highlights auf Feierwütige warten, zeigt dieser Artikel.
Diskotheken befinden sich heute im Wandel - das Publikum hat heute andere Ansprüche. Dies gilt für die gesamte Freizeitgestaltung.

Diskotheken befinden sich heute im Wandel - das Publikum hat heute andere Ansprüche. Dies gilt für die gesamte Freizeitgestaltung.

Diskos - nach wie vor beliebt?


Schätzungen zufolge gehen jede Woche knapp eine Millionen Menschen in eine Diskothek. Das war vor zwei Jahrzehnten noch ganz anders, wie viele Erwachsene wohl wissen. Da waren die Clubs oftmals prall gefüllt und wer zu spät kam, konnte draußen stehen bleiben. Heute sind viele Diskothekenbesitzer gar froh, wenn sie ihr Haus an einem einzigen Tag in der Woche füllen können, von mehreren Tagen ist überhaupt nicht mehr die Rede. Natürlich trifft dies nicht auf alle Diskotheken zu. Besonders angesagte Clubs, Diskotheken in Ballungszentren oder auch Örtlichkeiten in sehr abgeschiedenen Gebieten haben weiterhin ihre Kundschaft. Auf dieser Diskothekenübersicht lässt sich in der eigenen Region entsprechende Unterhaltung finden. Trotzdem:
  • Zielgruppe - die Zielgruppe hat sich nicht nur verändert, sondern deutlich verkleinert. Insbesondere junge Erwachsene zwischen 18 und 25 gehen in Diskotheken. Durch den demografischen Wandel hat sich die Gesamtzahl dieser Zielgruppe um rund vier Millionen Menschen verringert. Gleichzeitig schläft auch die Konkurrenz nicht und lockt Menschen in dieser Altersgruppe an den Wochenenden mit unzähligen Festivals, Konzerten und anderen Aktivitäten. Wer am Wochenende ausgeht, um mit Freunden einen Cocktail zu trinken, besucht ebenfalls keine Diskothek mehr, sondern nutzt die zahlreichen Bars, die ebenfalls oft mit kleinen Tanzflächen locken.
  • Internet - ein wichtiger Grund, weshalb früher Menschen in die Disko gingen, war das Knüpfen neuer Kontakte. Das geht heute aber über das Internet wesentlich einfacher und schneller.
  • Verhalten - viele Personen wünschen sich heute eher eine auf sie zugeschnittene Beschäftigung und suchen daher Clubs und Bars, die ihren Vorlieben entsprechen. Gerade in Großraumdiskos ist nie sicher, welcher Besucherschnitt an einem Tag dort ist. In kleinen und individuellen Clubs hingegen gibt es kaum Überraschungen.
  • Mobilität - die Menschen sind heute wesentlich mobiler, was ihnen erlaubt, auch weiter entfernte Örtlichkeiten zu besuchen. Das fällt gerade Diskothekenbetreibern im regionalen Raum auf. Viele einstige Besucher fahren am Wochenende lieber in eine der Großstädte und gehen dort aus.
  • Angebote - die bestehenden Diskotheken versuchen natürlich, sich auf die veränderten Gegebenheiten einzustellen. So gibt es zusätzlich zu den beliebten und gängigen Ü-Plus-Partys auch spezielle Diskotheken ab 16 Jahren.

Neue Arten der Freizeitgestaltung


Die Freizeitgestaltung hat sich allgemein verändert. Wer fortgehen will, findet ständig eine Möglichkeit und hat in jeder Stadt die Qual der Wahl. Große Diskotheken sind längst nicht mehr das Highlight, das unbedingt besucht werden muss, weil es sonst kaum etwas gibt. Junge Erwachsene wünschen sich zudem vermehrt, sich während des Ausgehens mit Freunden unterhalten zu können - etwas, das in Diskotheken oft nur schwer möglich ist. Und natürlich warten mit den neuen Technologien auch neue Freizeitgestaltungen:
  • Virtual Reality - gemeinsam mit den Freunden eine Mission erfüllen und live ins Computerspiel eintauchen. Das ist natürlich im Bereich der Virtual Reality möglich. In fast jeder größeren Stadt gibt es längst Örtlichkeiten, in denen Erwachsene in den Abendstunden ihren Spaß haben können. Zumeist schließt sich gleich noch eine Bar an, sodass auch getrunken werden kann.
  • Laserparcour/Paintball - auch das ist eine beliebte Freizeitgestaltung, die vermehrt in den Städten angeboten wird. In alten Lagerhallen oder Gebäuden wurden Parcours geschaffen, die nun bewältigt werden müssen.Szene-Clubs - kleinere Clubs, die nicht auf die Masse Motto-Bars - zig neue Bars entstehen jedes Jahr und nicht selten stehen sie unter einem eigenen Motto. Hier finden Ausgehfreudige garantiert Gleichgesinnte und können sich in einer gemütlichen Atmosphäre unterhalten, ein wenig tanzen oder auch etwas trinken.
  • Szene-Clubs - kleinere Clubs, die nicht auf die Masse zielen, sondern wieder ein bestimmtes Publikum ansprechen, stehen ebenfalls hoch im Kurs. Der Vorteil dieser Örtlichkeiten ist, dass sie oft besondere Anlässe haben und ihre Gäste immer wieder aufs Neue überraschen.

Wie wird die Zukunft aussehen?


Sicherlich spielt die virtuelle Welt auch in der Zukunft eine immer größere Rolle. Darauf müssen sich Diskothekenbesitzer - aber auch sämtliche anderen Betreiber von Aktivitätsangeboten - einstellen. Trotzdem ist es recht unwahrscheinlich, dass die Diskotheken völlig von der Bildfläche verschwinden. Sicherlich werden auch weiterhin Betriebe schließen, doch die Anzahl an Insolvenzen allein im Bereich der Diskotheken ist wieder zurückgegangen. Aber die Betreiber müssen sich etwas einfallen lassen:
  • Auf Zielgruppe eingehen - sich allein auf die damalige Hauptzielgruppe zu stürzen, wird auf Dauer nichts bringen. Zumal die jüngere Generation bereits in Jugendjahren mit einem ganz anderen Angebot aufwächst und den Diskothekenbesuch nicht mehr als das Zeichen des Erwachsenenwerdens betrachtet.
  • Angebot überdenken - das Angebot selbst muss auf die neuen Technologien angepasst und immer wieder gewechselt werden. Stammgäste lassen sich heute nicht mehr mit einem Angebot halten, das 52 Wochen im Jahr dasselbe ist.
  • Räumlichkeiten - wurde der Cocktail früher einfach auf der Tanzfläche getrunken und störte es kaum einen, über die Musik hinwegzuschreien, suchen viele Besucher heute für Gespräche und Getränke einen ruhigeren Ort. Diesen müssen Diskotheken anbieten - ansonsten zahlen die Besucher ihre Getränke lieber in der bequem erreichbaren Cocktailbar mit gemütlichen Sitzecken.

Wird die Zukunft virtuell? Ein Stück weit sicherlich, aber zwischenmenschliche Kontakte bleiben in der Freizeit sehr wichtig.

Wird die Zukunft virtuell? Ein Stück weit sicherlich, aber zwischenmenschliche Kontakte bleiben in der Freizeit sehr wichtig.

Fazit - der Wandel ist nötig


Selbst wenn eine Diskothek bereits seit Jahrzehnten gut läuft, muss sie sich dem Wandel anpassen. Erfolgreiche Diskothekenbetreiber haben das bereits vor vielen Jahren erkannt und stellen ihr Angebot immer wieder auf den Prüfstand. Grundsätzlich hat sich die Art der Freizeitgestaltung massiv geändert und dieser Wandel wird weiter voranschreiten. Aber das kann auch eine Chance für Diskos sein, denn viele Technologien können in das eigene Programm aufgenommen werden.
(Der Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Autor Daniel Theiss. , 29.01.2018 - )
 
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