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Freitag, 20.01.2017
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Informatiker entwerfen Sicherheitslösungen für eingebettete Systeme

Hochschule Furtwangen

Wie können eingebettete Systeme sicherer gemacht werden? Damit befasst sich das Projekt UNIKOPS. Die Hochschule Furtwangen (Baden-Württemberg) ist der Verbundkoordinator für das Projekt, das nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung den Zuschlag für eine Förderung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erhalten hat.

Forschungsauftrag zu den unsichtbaren Helfern des Alltags


Eingebettete Systeme sind Rechner oder Computer, die – weitestgehend unsichtbar für den Benutzer – ihren Dienst in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen und Geräten versehen, beispielsweise in Geräten der Medizintechnik, Flugzeugen, Kraftfahrzeugen oder Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen, Fernsehern oder Mobiltelefonen. In der Zukunft werden eingebettete Geräte und Systeme, die besonders eng mit der physikalischen Umgebung verbunden sind, immer wichtiger. Um solche Anwendungen abzusichern sind spezielle Schutzmechanismen nötig. Für diese dürfen keine erfolgreichen Angriffsvektoren bekannt sein, sie müssen Sicherheitsfunktionen bieten, für Hersteller genauso wie für Anwender einfach einsetzbar und konfigurierbar sein sowie besonders energie-, kommunikations- und kosteneffizient sein.

Alltagshelfer sollen sicher sein


Dieser Aufgabe stellt sich das Projekt UNIKOPS. Die Abkürzung steht für Universell konfigurierbare Sicherheitslösung für Cyber-Physikalische Systeme. Gesucht wird nach universell konfigurierbaren Sicherheitslösungen für eingebettete Geräte und Systeme. "Wir suchen nach einfach einsetzbaren Möglichkeiten eines sicheren und robusten Code-Updates oder einer Funktionsfreischaltung, einer vertraulichen Datenfusion überwachter und übermittelter Daten sowie der Erkennung von Angriffen und Manipulationsversuchen“, erläutert Prof. Dr. Dirk Westhoff. „Ziel ist es einen Demonstrator, etwa im Umfeld des Ambient Assisted Living zu entwickeln, in dem die genannten Teilziele mehrheitlich umgesetzt sind.“ Der Informatiker Westhoff hat sich neben Arbeiten zu Privacy-by-Design für Smart Grid sowie Cloud Diensten insbesondere zu Fragestellungen der Sicherheit und der Verfügbarkeit bei Pervasive Computing sowie der mobilen Sicherheit spezialisiert. Er leitet das Forschungsprojekt.

Im Fokus des Forschungsprojektes stehen Anwendungen wie SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition, das Überwachen und Steuern technischer Prozesse mittels eines Computer-Systems), Smart Metering, das Internet der Dinge (IoT) und insbesondere das Ambient Assisted Living. „Die zu entwickelnden Sicherheitslösungen sollen gleichzeitig Anforderungen an Energieeffizienz und Speicherbedarf genügen“, erläutert Prof. Dr. Dirk Westhoff. Als Teilziele des Projektes zur Sicherstellung der Systemintegrität sollen unter anderem ein Systemschutz, eine bedarfsweise Funktionsfreischaltung, die vertrauliche Datenfusion überwachter und übermittelter Daten sowie die Erkennung von Angriffen und Manipulationsversuchen entwickelt und umgesetzt werden.
(Hochschule Furtwangen, 26.03.2013 - KBE)
 
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